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Hans Heisel, in Leverkusen geboren, war 17 Jahre alt, als 1939 der Krieg ausbrach, 18, als er eingezogen wurde. Von Juni 1940 bis Juli 1944, die gesamten vier Jahre der Besetzung Frankreichs, war Heisel als deutscher Soldat in Paris stationiert. "In Paris bin ich ein neuer Mensch geworden", sagt er heute. Schon bald nach seiner Ankunft hatte er durch Zufall Kontakt zur Résistance bekommen und daraufhin begonnen, die Widerstandsbewegung aktiv zu unterstützen: Flugblätter zu verteilen, Waffen zu besorgen, Informationen zu beschaffen. 1942 schloss er sich der Kommunistischen Partei im Untergrund an. Bis Kriegsende fiel seine Doppeltätigkeit nicht auf - als er im Frühsommer 1945 wieder nach Leverkusen zurückkehrte und seine Arbeit bei Bayer wieder aufnahm, wurde er als Vaterlandsverräter beschimpft. Doch er engagierte sich weiterhin für Antifaschismus und Kommunismus und wurde nach dem Verbot der KPD zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Hans Heisel lebt heute in Frankfurt am Main.
Autor/in:
Claudia Klein
Redaktion:
Mark vom Hofe






