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Bodo Platt war 17 und Schüler eines Gymnasiums, als er am 4. Mai 1948 in Görlitz verhaftet wurde. Gegen 23 Uhr klopften drei Männer in Zivil an die Wohnungstür und forderten ihn auf, zum Polizeipräsidium mitzukommen, um seine Papiere zu überprüfen. Draußen wurde er jedoch in einen sowjetischen Militärjeep gestoßen. Sein Vater war zu dem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren spurlos verschwunden. Bodo Platt verbrachte acht Jahre in sowjetischer Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung zog er zu seiner Mutter, die inzwischen in Baden-Württemberg lebte. Es dauerte viele Jahre, bis er überhaupt über den Gulag reden konnte und bis er 1994 vom russischen Militärhauptstaatsanwalt als Opfer politischer Repressionen rehabilitiert wurde.
Autor/in:
Ulrike Lückermann
Redaktion:
Mark vom Hofe






