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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 03.08.2008, 07:05 bis 07:30 Uhr
Arthur Brauner; Rechte: dpa

 Arthur Brauner

Curd Jürgens gab ihm den Namen „Atze“

Artur Brauner, Filmproduzent, zum 90.

Er schuf Monumentalfilme wie „Der Tiger von Eschnapur“ oder „Das indische Grabmal“, er ließ gleich in mehreren Streifen Dr. Mabuse sein unheimliches Wesen treiben und beglückte das deutsche Kinopublikum nach dem Krieg mit schöner heiler Welt auf der Leinwand: Artur Brauner, der am 1. August 90 Jahre alt wurde und Produzent hunderter deutscher Spielfilme. Der gebürtige Pole, der 1946 nach Berlin kam und in Spandau auf einem Trümmergrundstück Filmstudios aufbaute und mit dem Erfolg seiner Filme Millionen erwirtschaftete, die ihn bis vor wenigen Jahren zu einem der größten Berliner Immobilienbesitzer machten, war in Berlin und seiner Gesellschaft erst richtig angekommen, als er von Curd Jürgens geadelt wurde: Als Berliner würde er nun „Atze“ genannt. „Atze“ Artur Brauner, der nach eigenen Angaben 49 Mitglieder seiner Familie durch den Nazi-Terror verlor, war im Gedanken beseelt, Nachkriegsdeutschland die Nazi-Vergangenheit filmisch aufzubereiten. Doch die Zeit war noch nicht reif: Filme mit diesem Thema waren erfolglos, allen voran „Morituri“, den Brauner mit Unterstützung der sowjetischen Militärbehörden produzierte. Statt dessen musste der Filmproduzent sein Geld mit „Hollandmädel“ oder Musikfilmen mit Peter Alexander und Catarina Valente verdienen.

Autor/in:

Jochanan Shelliem

Redaktion:

Mark vom Hofe

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