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Ich konnte nicht mal zur Toilette gehen
Fritz Gericke und seine Erinnerungen an das DDR-Gefängnis Bautzen
Fritz Gericke, 1928 in Dresden geboren, hat das berüchtigte Gefängnis der DDR, Bautzen, erlebt. Zwei Jahre hat er Anfang der 50er Jahre in Bautzen 1 und 2 gesessen - und alles an Schikanen und Misshandlungen am eigenen Körper festgestellt, was die DDR-Führung an Folterwerkzeugen gegen missliebige Staatsführer bereit hielt. Fritz Gericke hatte sich nach dem Krieg der Liberaldemokratischen Partei angeschlossen, beeinflusst vom späteren Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Wolfgang Mischnick. Der LPD anzugehören, reichte, um Misstrauen und Überwachung auf sich zu ziehen - und als Gericke dann auch noch das eine oder andere Gespräch mit der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit in West-Berlin führte, wurde er zu einem der exemplarischen Verhaftungsfälle: Politischer Feind der DDR. Das reichte für zwei Jahren Bautzen. Als er wieder frei war, setzte sich Fritz Gericke bald nach West-Berlin ab, was damals noch möglich war.
Autor/in:
Ursula Deutschendorf
Redaktion:
Mark vom Hofe
Erlebte Geschichten: Fritz Gericke





