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Eine Frau spaziert am Zaun eines Strandweges entlang (Rechte: WDR)
Sendung vom 01.05.2005, 07:05 bis 07:30 Uhr

Nach links, aber nie nach oben

Jakob Moneta, Trotzkist und Gewerkschafter

Jakob Moneta, am 11. November 1914 in Polen als Sohn einer jüdischen Familie geboren, überraschte seine Eltern - wohlhabende Geschäftsleute und orthodoxe Juden - , als er ihnen im Alter von 16 Jahren eröffnete, in den Jugendverband der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) eintreten zu wollen. Als Jakob dann auch noch mit wachsender Begeisterung Trotzki las, warf sein Vater ihn raus. Jakob Moneta verließ Ende 1933 Deutschland, ging nach Palästina, arbeitete im Kibbuz, nagelte Orangenkisten zusammen, organisierte einen Streik - und landete prompt wegen seiner kommu-nistischen Gesinnung im Internierungslager. 1948 kam Moneta zurück nach Köln, wurde Mitglied der SPD und, nachdem IG-Metall-Chef Otto Brenner auf ihn aufmerksam geworden war, Chef der IG-Metall-Zeitung. Er blieb dies 16 Jahre lang. Sein Verhältnis zur SPD war nie ohne Spannungen. Als Moneta sich 1989 der PDS zuwandte, wurde er aus der SPD ausgeschlossen.

 

 

 

Autor/in:

Sibylle Plogstedt

Redaktion:

Mark vom Hofe

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