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Als Jürgen Schadeberg, 1931 in Berlin geboren, vor 60 Jahren, den Entschluss fasste auszuwandern, stand dahinter der schlichte Wunsch: „Ich wollte raus!“ Schadeberg zog es als Fotoreporter nach Südafrika. Gleich im Zug von Kapstadt nach Johannesburg lernte einer Deutschen kennen, der sich als glühender Hitler-Anhänger herausstellte und in Südafrika eine ultrarechte Organisation anführte, die in der Apartheidsbewegung wirkte – eine Begegnung mit Signalwirkung. Denn Jürgen Schadeberg wurde schließlich Bildredakteur bei „Drum“, einer Zeitschrift von Schwarzen für Schwarze, bei der neben einem britischen Kollegen als einziger Weißer arbeitete. Schadebergs journalistischer Weg war damit vorgezeichnet: Mit der Leica gegen die Apartheid.
Autor/in:
Nina Gruntkowsky
Redaktion:
Mark vom Hofe






