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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 ging sein Bild um die Welt: Am Rande des Spiels Deutschland - Jugoslawien im französischen Lens hatte Frank Renger zusammen mit vier anderen Hooligans den Polizisten Daniel Nivel ins Koma geprügelt. Nivel ist seither schwer behindert.
Frank Renger, den seine Schlägerkumpane „Samurai“ nannten, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Inzwischen ist er wieder frei und engagiert sich beim Fußballverein TuRa 1886 Essen als Mannschaftsbetreuer. Von der "dritten Halbzeit", wie Hooligans die Prügeleien vor oder nach einem Fußballspiel nennen, will Frank Renger heute nichts mehr wissen.
Produktion:
WDR 2011
Autor/in:
Andrea Kath/Martina Meissner
Redaktion:
Annette Blaschke
Hörprobe
Drei Fragen an Frank Renger
1. Was ist für Sie Heimat?
Heimat ist für mich Fußball, Schalke, meine Kinder, einfach alles.
2. Welche Sehnsucht haben Sie?
Das ist eine schwierige Frage, Sehnsucht. Also wenn wir mal vom Fußball ausgehen würde ich sagen, ich bin sehnsüchtig danach, dass Schalke endlich mal deutscher Meister wird. Und halt dass ich öfters mal meine Kinder sehe.
3. Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, ab wann und in welche Richtung würden Sie etwas in Ihrem Leben ändern?
Ab dem 21. Juni 1998. Ich wäre zwar da, bei dem Spiel, aber ich hätte mich nicht zu dieser Tat hinreißen lassen. Das auf jeden Fall. Denn das ist ein Wendepunkt in meinem Leben. Vielleicht wäre ich noch in der Szene. Aber diese Tat, diese ganze Situation, was danach kam, das hat mich zu einem Umdenken gebracht, das halt Gewalt doch nicht zum Fußball gehört.
Wiederholung
Sonntag, 10.07.2011, 18:05







