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Seit Mai 2010 regiert in Ungarn der Nationalkonservative Viktor Orbán. Mit eisernem Besen kehrt er Politik, Kultur und Medien aus, installiert treue Lakaien, richtet sich in der Macht ein. In Rekordzeit hat er Nachbarn, Brüssel und seine eigenen Landsleute gegen sich aufgebracht.
Allerorten weht die nationale Trikolore. Trianon-Denkmäler, die an Ungarns riesigen Territorialverlust nach dem Ersten Weltkrieg erinnern, halten den Traum von vergangener Größe wach. Rechtsextreme und Antisemiten werden als Theaterleiter und Bürgermeister installiert, an Autohecks kleben Großungarn-Sticker.
Ungarn ist tief gespalten. Durch die ungarische Gesellschaft geht ein Riss. Auch durch die Familie des Autors.
Hörprobe
Literatur-Tipps
- Quo vadis Hungaria? Kritik der ungarischen Vernunft. Zeitschrift Osteuropa, 61.Jg Heft 12, Dezember 2011, Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.
- Paul Lendvai: Mein verspieltes Land. Ungarn im Aufbruch. Ecowin Verlag, 2010. 233 S.
- György Dalos: Ungarn in der Nußschale. Ein Jahrtausend und zwanzig Jahre. Beck, 2. Aufl./2012, 240 S.
- Gregor Mayer, Bernhard Odenahl: Aufmarsch - die rechte Gefahr aus Osteuropa. Residenz, 2010, 297 S.
- László Darvasi: Die Legende von den Tränengauklern. Suhrkamp, 2001, 576 S.
Angaben zur Produktion
Autor: Stephan Ozsváth
Produktion: rbb/WDR 2012
Redaktion: Dorothea Runge
Wiederholung
WDR 5, Montag, 20. August 2012, 20.05 Uhr
Foto der ungarischen Familie des Autors und Gedicht des Großvaters [rbb]
Machtpolitik à la Orban wird stilbildend [4'42''; Stephan Ozsváth, ARD Wien]
Orban - Fackelträger für den Südosten Europas? [Tagesschau, 07.08.2012]
Interview mit dem dt. Betreiber des regierungskritischen Blogs "Pusztaranger" [Tagesschau, 12.01.2012]
Unbeugsam - Camp gegen Zensur in Ungarn [7'25''; NDR, Zapp]
Obdachlose Ungarn und die harte Hand der Orban-Regierung [5'26''; rbb]
Time for EU to press Hungary to respect human rights [Amnesty International]









