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Sechs Milliarden Euro fließen jährlich von Deutschland aus in die internationale Entwicklungshilfe. Der Personalaufwand ist gigantisch. Denn statt direkt Geld zu transferieren, schicken mehr und mehr "Geber" lieber ihre Leute in die "Nehmerländer": heute ein Frauenprogramm in Afghanistan, morgen ein Rechtsverbreitungsprojekt in Äthiopien.
Doch die meisten Projekte scheitern an zu großen Kulturunterschieden zwischen den Helfern und den Hilfesuchenden. Also fließt das Geld zunächst in Trainingslager und Übungskurse in Deutschland. "Außenpolitik mit anderen Mitteln", loben Konzepter die intensiven Bemühungen. Doch ob daran nur die Entwicklungshelfer-Industrie selbst verdient, versucht das Feature zu ergründen.
Erstausstrahlung: 05.06.2011, 23:05
Hörprobe
Literatur- und Link-Tipps
- Dambisa Moyo: "Dead Aid. Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann." Haffmans & Tolkemitt, Hamburg 2011
- Linda Pohlmann: "Die Mitleidsindustrie. Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen." Campus Verlag, Frankfurt/New York 2010
terre des hommes (tdh) publiziert jährlich eine kritische Analyse der deutschen Entwicklungspolitik. Die Jahrsberichte skizzieren quantitative und qualitative Aspekte deutscher öffentlicher Leistungen vor dem Hintergrund der entwicklungspolitischen Ansprüche und Zielsetzungen der Bundesregierung und beziehen auch den internationalen Rahmen deutscher Entwicklungspolitik ein:
"Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe" [tdh]
Der Weltentwicklungsbericht 2011 der Weltbank (World Development Report):
'Konflikte, Sicherheit und Entwicklung' [engl.]
Aktuelle Informationen über Entwicklungspolitik im Kontext Weltpolitik, Umwelt und Wirtschaft:
entwicklungspolitik online [epo]
Angaben zur Produktion
Autorin: Anja Kempe
Produktion: SWR/WDR 2011
Redaktion: Thomas Nachtigall










