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Die Lufthansa war immer ein Symbol für die blitzsaubere Wirtschaftswunderzeit: adrette Stewardessen, schneidige Piloten, moderne Flugzeuge. Der Start der ersten Lufthansa-Maschine am 1. April 1955 war ein neues Kapitel in der Geschichte der noch jungen Bundesrepublik. Aber niemand sprach darüber, wie eng die Führungs-Crew der alten Lufthansa mit dem Naziregime verstrickt war.
Lufthansa-Chef Erhard Milch war als Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium der wichtigste Mann für die deutsche Luftwaffe. Tausende von Zwangsarbeitern wurden von ihm in die Reparaturwerkstätten der Lufthansa abkommandiert. Erst 1999 brachte eine Sammelklage ehemaliger jüdischer Zwangsarbeiter dieses verdrängte Kapitel der Firmengeschichte an die Öffentlichkeit.
Autor/in:
Heike Mund
Redaktion:
Gisela Corves
Hörprobe
Literatur-Tipps
- Stuart Eisenstat, Unvollkommene Gerechtigkeit, Bertelsmann Verlag, 2003
- David Irving, Die Tragödie der deutschen Luftwaffe. Aus den Akten und Erinnerungen von Feldmarschall Erhard Milch, Ullstein Verlag, 1989
- Rudolf Braunburg, Kranich in der Sonne - Die Geschichte der Lufthansa, Kindler Verlag, 1982
- Helmut Trunz, Die Geschichte der Lufthansa: Luftfahrtlegende seit 1926, GeraMond München, 2008
- Hans M. Bongers, Es lag in der Luft. Erinnerungen aus 5 Jahrzehnten, Econ Verlag, 1971
- Edith Simon, Ein Leben wie im Fluge: Eine Lufthansa-Stewardess der ersten Stunde erzählt aus ihrem Leben, Synergia Verlag, 2007
Film-Tipps
"Fliegen heißt Siegen – die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa" (WDR / HR / ARTE / taglicht media, 2010 / 52’). Der Dokumentarfilm hat beim WorldMediaFestival 2011 den intermedia-globe GOLD gewonnen. Die Web-Seite Youtube zeigt Ausschnitte des Filmes.
Studie
Angaben zur Produktion
Autorin: Heike Mund
Produktion: DLF 2011
Redaktion: Gisela Corves









