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Fallbeil für „Gänseblümchen“
Der Spionageprozess gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz im Originalton
23. September 1955. Ein Gerichtssaal in Ostberlin, nur wenige Kilometer von der Sektorengrenze entfernt. Die langjährige Sekretärin des DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl und ihr Geliebter sind der Spionage für den Westen angeklagt. Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen. Doch die Staatssicherheit schneidet die Verhandlung mit.
Jetzt, ein halbes Jahrhundert später, sind die Bänder zugänglich: Ein Originalton-Dokument, das von Liebe und Angst erzählt, die Furcht der SED-Führung vor den Aktivitäten der „Organisation Gehlen“ (Vorläufer des BND) offenlegt. Zwei Menschenschicksale im Getriebe des Kalten Krieges, ehemals überzeugte Genossen vor einem unbarmherzigen Gericht. Ein deutsch-deutsches Drama aus bisher unveröffentlichten O-Tönen.
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Hörprobe
Über den Prozess
Katri Jurichs und Elke Steinbach, Archivarinnen in der Stasiunterlagenbehörde BStU, sprechen mit Autor Maximilian Schönherr über die Bedeutung der Bänder des Gänseblümchen-Prozesses im Verhältnis zu anderen Strafprozessen der DDR.
Literatur-Tipps
- Karl Wilhelm Fricke/Roger Engelmann: „Konzentrierte Schläge“ - Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953-1956, Berlin 1998.
- Helmut Müller-Enbergs: Barczatis, Helene (Elli). In: Wer war wer in der DDR?, 5. Ausgabe. Ch. Links Verlag, Berlin 2010, Band 1.
- Falco Werkentin: Politische Strafjustiz in der Ära Ulbricht, Ch. Links, Berlin, 1997.
Angaben zur Produktion
Autor: Maximilian Schönherr
Produktion: WDR 2011
Redaktion: Annette Blaschke
Wiederholung
WDR 5, Montag, 03. Oktober 2011, 12.05–13.00 Uhr










