Ein Teller mit Frikadellen.

Frikadellen im Test

Im Ruhrgebiet heißt sie Fricko, in Bayern Fleischpflanzerl, in Berlin Bulette: Gemeint ist immer die Frikadelle. Beliebt ist sie landauf, landab. Und man kann sie küchenfertig im Supermarkt finden, vom Discounter bis zum Bioladen. Lohnt sich der Kauf?

Unser Genussexperte Helmut Gote muss diesmal wieder grundsätzlich werden. Er meint: Küchenfertige Frikadellen verstoßen gegen alle kulinarischen Prinzipien. Weil aber Überzeugungen gelegentlich überprüft werden sollten, hat Herr Gote fünf Supermarkt-Frikadellen gekauft und mitgebracht.

Moderator Uwe Schulz und unsere Mit-Verkosterin Sigrid Müller gehen skeptisch in die Probierrunde – aber die Ergebnisse sind immerhin etwas besser als befürchtet.

Getestete Produkte und unsere Einschätzungen:

  • Ja! Küchenfertige Frikadellen Klassik: innen zu fest. Kein Rindfleisch, ausschließlich Schwein, was zulasten des Geschmacks geht. Zurückhaltend, aber angenehm gewürzt.
  • Remagen Metzgerfrikadelle: pikanter gewürzt, angenehm grobe Textur. Gemischtes Hack, was zu einem ausgewogenen Geschmack beiträgt. Deutlich besser als das erste Produkt.
  • Königshofer Bio-Frikadellen: eine weitere Steigerung, was Würze und Textur betrifft. Saftig, aromatisch und ausgewogen. Wenn es überhaupt eine gekaufte Frikadelle sein muss, dann diese.
  • Edeka Feinschmecker Frikadellen: sehen bissfester aus als sie sind. Wirken ölig und batschig. Geschmack blass und wenig überzeugend.
  • Aldi Süd Delikatess Frikadelle: eher unangenehm. Würzung sehr unausgewogen, eine starke Senfnote steht störend im Vordergrund. Der letzte Platz im Test.

Helmut Gote bleibt dabei: Selbermachen ist bei Frikadellen das einzig Wahre. Er präsentiert eine eigene Variante, die im Studio sofort mehrheitsfähig ist.

Danach ist noch Zeit für das Rezept des Monats: Thüringer Bratwursttorte.

Redaktion: Heiko Hillebrand

Frikadellen im Test

WDR 5 Alles in Butter 02.03.2024 44:46 Min. Verfügbar bis 01.03.2025 WDR 5


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