Gästebuch

Themenwoche vom 25. Oktober bis 1. November 2009


Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Was ist aus den Hoffnungen geworden?

Vor gut einem Jahr hat Barack Obama die Wahlen in den USA gewonnen. Hat der US-Präsident die Erwartungen erfüllt, die Amerika und der Rest der Welt in ihn gesetzt haben? Was ist aus den Hoffnungen geworden, die er selbst im Wahlkampf und bei seinem Amtsantritt geweckt hat? War alles Hoffen umsonst?

Ist er glaubwürdig, auch wenn er manches Projekt (noch) nicht in die Tat umgesetzt hat? Liegt vielleicht die Messlatte zu hoch? Oder konnte Obama als Nachfolger von George W. Bush, dessen Image mehr als angeschlagen war, nur gewinnen?

Mehr zur WDR 5-Themenwoche "Obamas Amerika"


Bis Sonntag (08.11.09) können Sie hier Ihre Meinung äußern, dann schließen wir das Gästebuch.


Ihre Meinung

von Nicolas | 05.11.2009 02:54 Präsident Obama ist mit der eindeutigen Aussage 'we will not torture' gewählt worden, hat als eine der ersten Amtshandlungen die Straffreiheit für Folteraktionen der CIA verfügt. Wer sich nur ansatzweise das Grauen vorstellt, dass Gefangene durch die Wasserbettfolter erleiden, kann es nicht verstehen, dass hier jemand mit einem Gestus des 'Verzeihens' den Folterknechten die Absolution erteilte. Das zeigt fehlenden Respekt vor den Menschenrechten. Obama verbot die Veröffentlichung von über 2000 Folterbilder der CIA und verhindert die Aufklärung der CIA-Flüge mit Gefangenen. Er weitete das Budget für Kriege und Militär sogar in bisher unbekannte bombastische Höhen aus. In Afghanistan wurden laut Presse zu seiner Amtszeit CIA-Zahlungen an den Halbbruder Präsident Karsais, Ahmad Wali Karsai geleistet, einem der wichtigsten Drogenbarone des Landes. Obama sprach sich für eine Welt ohne Atomwaffen aus, als Vertreter der größten Atommacht und des einzigen Staates, der jemals Atomwaffen verwendete, ohne irgendein Wort der Entschuldigung gegenüber den hundertausenden Opfern, die von den USA getötet wurden. Irgendeine der eigenen Atomwaffen baute er trotz seiner Sprüche nicht ab. Obama trat in Kairo mit dem Versprechen einer Lösung des Nahostkonflikts im Rahmen der Zweistaatenlösung auf. Er unterstützt inzwischen laut Außenministerin Clinton einen weiteren Ausbau israelischer Siedlungen in den besetzten Gebieten 'im Rahmen natürlichen Wachstums', den er zuvor ablehnte. Vor diesem Hintergrund sehe ich ihn als durch und durch verlogen an. Sein Paukenschlag, Kanzlerin Merkel in Sachen Opel kurz nach ihrer Rede vor Repräsentantenhaus und Senat mit Hilfe des US-Staatskonzerns GM auch noch 'vorzuführen', dass ihr gesamter Auftritt lächerlich erscheint, ist nach meinem Eindruck der Gipfel von Obamas Verlogenheit.

von Mirko W. | 28.10.2009 22:30 Im Oktober 2005 und 2007 wurde Obama in dem britischen Journal New Statesman als einer von 10 Personen, die die Welt verändern können aufgelistet. Das Time-Magazin zählte ihn 2005 und erneut 2007 zu den einhundert einflussreichsten Personen der Welt und kürte ihn 2008 zur Person des Jahres.

Warum? unterstützen wir so einen gebildeten Mann mit nicht bzw. zu wenig. Dieser Mann hat jetzt schon vieles erreicht. jeder Politiker muß ein guter Retoriker sein. Unsere Deutschen Politiker sollten sich ein Beispiel nehmen.

Barack Obama geht mit der Zeit !

von Ulrich Beckmann | 28.10.2009 21:13 @Charles Horton
Na, dass die Demokraten so uneingeschränkt und wie eine Diktatur die Politik in den USA bestimmen ist ja wohl nicht ganz richtig und verfälscht die Tatsachen: Die Richtung bestimmt wohl der Präsident, Entscheidungen werden aber nach wie vor vom Kongress getroffen, der darüber abstimmen muss. Dass Ihre Behauptungen gänzlich falsch liegen, kann man wohl derzeit an der Gesundheitsreform in den USA ablesen ...

von Charles Horton | 28.10.2009 01:53 (Verzeihen Sie bitte meine schlimme deutsch - ich bin ein Amerikaner der deutsch studiert.)

Ein anderer Kommentär sagt: "Erinnern wir uns an Bush: 'Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns'" Aber ist Obama nicht gleich? Er sagte gute Dinge uber Zusammenarbeit, aber wir haben jetzt eine "Eine-Partei-Regierung" - das Weisses Haus hat einen Democrat, und die Democrats kontrollen Kongress auch. Für Obama ist Zusammenarbeit wie "Du tust, was ich möchte - wir arbeiten zusammen!"

Riesengroßen Schulden, die gleiche zwei Kriege, mehr als 10 Prozent arbeitslos: das ist Obamas Amerika.

von Doris Hamann | 26.10.2009 21:04 Ich bin 62 Jahre "alt", Wir haben J.F.K. getragen, ehe er ermordet wurde. Wo sind die supporters von Obama worldwide, die ihn tragen? Warten sie alle in ihren Verstecken daruaf, dass er scheitert? ermordert wird? ihm etwas schreckliches widerfährt?
Ich frage mich, ob diese Bevölkerung in USA oder der Welt diesen Menschen als POlitiker verdient hat?
Ich denke, Obama braucht jetzt die Menschen, die ihm auf der Siegesallee zugejubelt haben!

von Rudolf Hansmann | 25.10.2009 22:25 Ich frage mich ganz ehrlich was hat den Obama bisher anders gemacht. Er hat andere Töne angeschlagen. Aber was hat er getan? Ich sehe da keine Verbesserung. Er bleibt in Afgahnistan er erhöht sogar die Truppen dort. Ich finde es einen blanken Hohn, das er den Friedensnobelpreis erhalten hat. Den wie ein Engel des Friedens kommt er mir gar nicht vor. Des weiteren hat diese Privat Institution FED die genau den Banken gehört die uns die Bankenkrise verpasst hat die Aufsicht gegeben. Das ist so als ob man den Bock zum Gärtner macht. Und um es vollends komplett zu machen wird 9/11 auch nicht angefasst, obwohl selbst die Amerikaner nicht einhellig der Meinung sind das da alles mit rechten Dingen zuging. Ich bin mal gespannt ob man diese Meinung morgen hier auch noch lesen kann. In diesem Sinne.

von Konrad | 25.10.2009 15:49 Die Amerikaner haben ganz andere Probleme als wir Europäer. Und wir haben keinen umfassenden Einblick in die komplexen Vorgänge in Washington. Wie kommen wir dazu, Obama und seine Regierung zu beurteilen? Wir sollten ihn nicht mit unseren Erwartungen überfrachten, die ihn sowieso kaum interessieren dürften, sondern uns selbst um um unsere eigenen Probleme kümmern.

von Thomas Glantz | 25.10.2009 10:17 Sepp Herberger hat mal gesagt ein Spiel dauert 90 Minuten.
Die Amtszeit von Obarak dauert 5 Jahre,dh. das Spiel hat gerade angefangen. Da fragen Sie ob er schon etwas bewirkt hat. Natürlich hat er viel bewirkt, aber glauben Sie,
dass er innerhalb von so kurzer Zeit diese eingefahrenen Strukturen wie ZB. der Rüstungsindustrie, den Irakkrieg,
Gesundheitsreform, Guantanamo etc. verändern kann.
Wenn es einer kann dann nur er. Und jetzt fängt die welt schon an ihm zu sägen. Unverantwortlich. Nobelpreis hat er doppelt und dreifach verdient.
Nur die Ankündigung Schutzschild einzufrieren, Irangespräche, Atomwaffenfrei etc. Das hätte doch kein anderer Präsident gewagt. Helft ihm und nicht zerstören mit Eurer Medienmacht. Er braucht die Hilfe von jedem.
Afganistan wird auch ein Desaster aber das ist der Kompromiss den er eingehen muss, sonst hat er die Rüstungsindustrie richtig massiv gegen sich. Th. G.

von Ulrich Beckmann | 23.10.2009 23:25 Aussenpolitisch hat er schon jetzt unheimlich viel verändert und die USA hat ihre Führungsrolle in der Welt endlich aufgegeben ... das ist gut so! Erinnern wir uns an Bush: "Wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns" - Die Welt in nur schwarz & weiss zu trennen wie in einem schlechten Hollywood-Cowboyfilm, dieser "Change" war dringend erforderlich.

von Christa | 23.10.2009 18:04 Barack Obama geht auf andere Menschen zu, er pflegt einen offenen und respektvollen Ton, der ankommt. Er hat keine Wunder versprochen.
Der Rest ist vor allen Dingen von Medien gemachte Hysterie. Ich habe den Eindruck, man gibt sich häufig alle Mühe, seine Wirkung nicht realistisch einzuschätzen. Weshalb sollte sich die Welt ändern bloß weil er an der Macht ist?





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