Donnerstag, 20.06.2013

Suche im gesamten WDR Web




Kultur

Modernes Gebäude mit erleuchtetem Rundfenster (Rechte: dpa)

Das Wichtigste zu Kult und Kultur


Kultur Nachrichten

Die WDR 5 Radionachrichten immer aktuell zum Nachlesen und Nachhören. Alle Verkehrsmeldungen und die Wetteraussichten für Nordrhein-Westfalen. Dazu Nachrichten mit dem Wichtigsten zu Kult und Kultur und Spannendes aus der Wissenschaft.


Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bekannt. Zur Begründung hieß es, die 65-Jährige habe die Lebenswelten ihrer Mitmenschen aus Weißrussland, Russland und der Ukraine nachgezeichnet und deren Leid und deren Leidenschaften Ausdruck verliehen. Swetlana Alexijewitsch wurde durch dokumentarische Prosawerke bekannt. In ihren Büchern beschäftigte sie sich unter anderem mit dem Schicksal von Soldatinnen im Zweiten Weltkrieg, mit dem sowjetischen Afghanistankrieg und mit den Opfern der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren auch Vorlage für Hörspiele, Theaterstücke und Dokumentarfilme. Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist mit 25.000 Euro dotiert und wird Swetlana Alexijewitsch im Oktober zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen.

Die Unesco hat alle Welterbestätten in Syrien auf die Liste des bedrohten Welterbes gesetzt. Aufgrund des Bürgerkriegs könnten die historischen Stätten nicht mehr ausreichend geschützt werden. Zu den Welterbestätten in Syrien gehören die Altstädte von Aleppo, Damaskus und Bosra, die Ruinen von Palmyra, die Saladin-Festung und die Burg Crac des Chevaliers sowie die antiken Dörfer im Norden des Landes. Vor allem die Altstadt von Aleppo habe unter dem bewaffneten Konflikt gelitten. Die Unesco wies darauf hin, dass sie nur über unbestätigte Angaben über das Ausmaß der Zerstörungen verfüge.

Der amerikanische Schauspieler James Gandolfini, Star der Mafia-Serie "Die Sopranos", ist tot. Der 51-Jährige starb während eines Aufenthalts in Rom, vermutlich an einem Herzinfarkt. Gandolfini spielte in der TV-Serie das Familienoberhaupt Tony Soprano. Für seinen Auftritt als mächtiger Mafiaboss, der unter Panikattacken leidet, wurde er mit drei Emmys ausgezeichnet.

Der Kölner Kulturpreis ist an den Kurator Jochen Heufelder verliehen worden. Die Jury würdigte ihn als "Kulturmanager des Jahres 2012". Heufelder habe das Festival "new talents biennale" in Köln etabliert, bei dem sich der künstlerische Nachwuchs einem größeren Publikum präsentieren kann. Zum "Kulturereignis des Jahres 2012" wurde die Lit.Cologne gewählt. Einen Ehrenpreis erhielt der ehemalige Direktor des Museum Ludwig, Kasper König. Er habe sich als offener und unabhängiger Geist und vielseitiger Ideengeber um die Kölner Kultur verdient gemacht. Die Auszeichnung wird vom Kölner Kulturrat vergeben, einem Zusammenschluss verschiedener Vereine und Institutionen.

Die Bauarbeiten an der Hamburger Elbphilharmonie können weitergehen. Die Hamburger Bürgerschaft hat in einer Sondersitzung den neu ausgehandelten Verträgen zwischen der Stadt und dem Bauunternehmen Hochtief zugestimmt. Danach übernimmt der Essener Konzern nun sämtliche Risiken und baut das Konzerthaus bis 2016 zum Gesamtpreis von 575 Millionen Euro zu Ende. Die Gesamtkosten für das Projekt inklusive aller Neben- und Planungsposten belaufen sich inzwischen auf 789 Millionen Euro. Das ist zehnmal so viel wie ursprünglich geplant.

Mit dem Rheingau-Musikpreis wird in diesem Jahr der türkische Pianist und Komponist Fazil Say ausgezeichnet. Die Jury nannte ihn einen Ausnahmekünstler mit "unverwechselbarem Gestaltungswillen" und einen Brückenbauer zwischen musikalischen Welten. Fazil Say gibt in diesem Jahr mehrere Konzerte beim Rheingau-Musik-Festival. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Preisgeld stellt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung.

Der Wieland-Übersetzerpreis geht in diesem Jahr an Eike Schönfeld. Er erhält die Auszeichnung für seine Übersetzung des amerikanischen Klassikers "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson. Zur Begründung hieß es, Schönfeld bilde die schmucklose und zugleich hoch artifizielle Sprache mit Präzision und großem Einfühlungsvermögen im Deutschen nach. Es gelinge ihm, das klassische Werk dem heutigen Leser neu zu erschließen. Eike Schönfeld lebt in Hamburg. Er übersetzt seit fast dreißig Jahren englischsprachige Literatur, darunter Werke von J. D. Salinger, Nicholson Baker, Saul Bellow und Jonathan Franzen. Der mit 12.000 Euro dotierte Preis wird unter anderem vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium vergeben.

Mitglieder des Kölner Gürzenich-Orchesters unterstützen junge Musiker im Irak. Sieben Musiker des Orchesters werden in der kommenden Woche in den kurdischen Teil des Landes reisen, um dort Mitglieder des Nationalen Irakischen Jugendorchesters zu unterrichten. Es ist das erste Mal, dass im Irak Meisterkurse für Musik stattfinden. Das irakische Jugendorchester wurde 2009 gegründet und vereint Nachwuchsmusiker aus allen Teilen des Landes. Vor zwei Jahren war das Jugendorchester beim Bonner Beethovenfest zu Gast.

Archäologen haben im Osten Mexikos eine bislang unbekannte Maya-Stadt entdeckt. Wie die mexikanischen Behörden mitteilten, liegt sie in einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Campeche verborgen. Die Stadt umfasste mehr als 22 Hektar und hatte ihre Blütezeit zwischen 600 und 900 nach Christus. Nach den Erkenntnissen der Archäologen gab es in der Maya-Stadt pyramidenförmige und palastartige Bauwerke von bis zu 23 Metern Höhe, aber auch Wohnhäuser und Sportplätze. Die Wissenschaftler fanden außerdem Stelen und Altäre, von denen einige noch mit Stuck geschmückt sind.

Die Seilbahn über den Rhein bei Koblenz kann vorerst bleiben. Das Welterbekomitee der Unesco hat den Betrieb der Anlage bis zum Jahr 2026 erlaubt. Die Seilbahn war zur Bundesgartenschau in Koblenz vor zwei Jahren aufgebaut worden. Ein beratendes Gremium hatte empfohlen, die Seilbahn wieder abzubauen, um den Status des Mittelrheintals als Weltkulturerbe nicht zu gefährden. Gleichzeitig sprach sich das Welterbekomitee gegen die Sommerrodelbahn auf der Loreley aus und verlangte deren Abbau. Auch geplante Hotelbauten auf dem Felsen lehnte die Unesco ab, um die einzigartige Kulisse am Mittelrhein nicht zu stören.

Die Unesco hat die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra aus Sachsen-Anhalt zum Weltdokumentenerbe erklärt. Sie gilt als früheste bekannte Abbildung des Sternenhimmels. Außerdem wurden das Kommunistische Manifest und der erste Band des Kapitals von Karl Marx in das Register aufgenommen. Auch die Goldene Bulle und ein mittelalterliches Arzneibuch aus dem Kloster Lorsch gehören jetzt zum Weltdokumentenerbe der Unesco. Die Liste umfasst bislang 299 Einträge, davon kommen 17 aus Deutschland. Dazu zählen auch die Gutenberg-Bibel, Beethovens Neunte Symphonie und das Nibelungenlied.





Jetzt läuft

Das ganze Programm

Pressestimmen

verschiedene Tageszeitungen an Zeitungsstand; Rechte: dpa

Das meinen die anderen [mehr]

Radio zum Mitnehmen

Blaues Ohr mit Ohrstöpsel mit von ihm ausgehenden Sendewellen vor blauem Hintergrund (Rechte: WDR)

Ihre Lieblingssendung als Podcast [mehr]