Erlebte Geschichten
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Zeitzeugin: Nike WagnerHintergrund: Urenkelin des Komponisten Richard Wagner, leitet das Kunstfest in WeimarAutorin: Monika Buschey © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Werner Michael BlumenthalHintergrund: jüdischstämmiger Ökonom, floh mit seinen Eltern nach Amerika, wurde dort Wirtschaftsprofessor Autor: Ingo Zander © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Herbert BlomstedtHintergrund: bekannter und erfolgreicher Dirigent schwedischer Eltern, übernahm von Kurt Masur die Leipziger Philharmoniker, wurde letztes Jahr 85 Jahre altAutor: Hans-Detlev von Kirchbach © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Manfred HeldtHintergrund: Brieftaubenzüchter seit Kindesbeinen in Oberhausen-EisenheimAutorin: Marion Dany © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Susanne SchapowalowHintergrund: Frau mit der "ruhigem Hand", fotografierte in Schwarz-Weiß ohne Blitzlicht die Jazzgrößen der 50er und 60er JahreAutorin: Marianne Bäumler © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Von Ulla Lessmann/Der Vater arbeitete als ungelernter Heizer, die Mutter in Heimarbeit als Zigarrenarbeiterin, samstags kam der Gewerkschaftskassierer, um die Beiträge einzusammeln. Heinrich Hollmann, Jahrgang 1921, wuchs als "Kind von Arbeitern", wie er sagt, im westfälischen Lemgo auf. Seine Mutter bestand auf einer soliden Ausbildung ihrer Kinder, denn sie wusste, dass es Facharbeitern besser ging als Hilfsarbeitern. So begann Heinrich Hollmann mit 14 eine Schriftsetzerlehre. Er erinnert sich, dass damals Arbeiterlehrlinge geduzt wurden, gleichaltrige Kaufmannslehrlinge nicht. "Das hat mich geprägt! Ich wollte ein guter Facharbeiter werden, denn dann brauchte ich mein Rückgrat nicht beim Pförtner abzugeben." Nach dem Krieg wurde Hollmann Betriebsratsvorsitzender - der Beginn einer langen Funktionärskarriere in der IG Druck und Papier, die mit dem ersten Arbeitskampf 1949 begann und für ihn 1983 als stellvertretender Landesvorsitzender von Nordrhein-Westfalen endete./Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Eske Nannen; Hintergrund: Ehefrau des verstorbenen Henri Nannen, Geschäftsführerin der Emder Kunsthalle und der Nannen-Stiftung, gebürtige Emderin, fuhr einige Zeit zur See; Autorin: Ingrid von Saldern © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Klaus VoormannHintergrund: Der unbekannte Beatle, spielte offiziell bei Manfred Mann, manchmal aber auch bei den Beatles, Grafiker von Beruf, zeichnete Cover für Beatles-LP "Revolver"Autor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Emil MangelsdorffHintergrund: Jazz-Musiker, gerade 88 Jahre alt geworden, aus Liebe an der Musik spielt er heute immer noch mit seinem Quartett, übt täglich drei StundenAutorin: Ulrike Knapp © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Veronika ZimmermannHintergrund: blinde Gärtnerin, blau ist ihre LieblingsfarbeAutorin: Monika Salchert © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Von Ingo Zander/In welchem Jahr Peggy Parnass geboren wurde, sagt sie nicht. Sicher ist nur, dass es der 11. Oktober war; und sicher ist auch, dass sie 1939 mit ihrem damals vierjährigen Bruder Gady mit einem vom Hamburger Bankhaus Warburg organisierten Kindertransport nach Schweden kam, während ihre Eltern ins Warschauer Ghetto deportiert und später in Treblinka ermordet wurden. Peggy Parnass, die Schwedin, absolvierte in den 60er Jahren eine Blitz-Ausbildung als Schauspielerin und übernahm Rollen in vielen Fernseh- und Spielfilmen, unter anderem in "Stahlnetz: Ein Toter zu viel". Bekannt geworden ist sie besonders in den 70er Jahren, als sie an zahlreichen Demonstrationen und Protestbewegungen aktiv teilnahm, als Gerichtsreporterin der Zeitschrift "konkret". Ihr Buch "Prozesse 1970 - 1978" fand viel Anklang, bis 1994 brachte es der Band auf 16 Auflagen. Heute mischt sich Peggy Parnass mit Essays immer wieder in die aktuelle gesellschaftliche und politische Diskussion ein./Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Holger CzukayHintergrund: Schüler von Stockhausen und Gründer der Musikgruppe "Can", wird 75 Jahre alt Autor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Gudrun Müller Hintergrund: war fast ein Leben unfreiwillig in der Colonia Dignidad in Chile, erst als Paul Schäfer verschwand, gelang ihr und ihrem langjährigen Freund, ohne dass dies bekannt sein durfte, die FluchtAutorin: Andrea Lieblang © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marika KiliusHintergrund: Eiskunstläuferin, wird 70, gewann alles außer Gold bei OlympiaAutor: Burghard Laugwitz © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
12 Jahre Starparade/Rainer Holbe, Moderator und Buchautor/Von Doris Netenjakob/"Starparade" - mit dieser Musikshow des ZDF, zum ersten Mal Mitte März 1968 ausgestrahlt, verbinden sich Namen wie Wencke Myrhe, Vico Torriani, Gitte, Roy Black, Mireille Mathieu und viele, viele andere. Ein Name aber blieb in den 12 Jahren immer derselbe: Rainer Holbe. Er war der Moderator der Starparade. Holbe, 1940 im heutigen Tschechien geboren, war Journalist - und wollte es eigentlich auch bleiben. Aber als ein lustiger Zufall ihn auf die Bühne katapultierte, stellte sich sofort heraus, dass das Publikum ihn mochte, und so wurde er zu einem der beliebtesten Unterhaltungsmoderatoren des Fernsehens. Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Paul KuhnHintergrund: Sänger, Pianist, Entertainer, zu seinem 85. JubiläumAutorin: Christiane Raasch © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Von Wolfgang Bittner/ "Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen", hieß es ironisch-satirisch und provokativ auf einem seiner Plakate, mit dem er bekannt, wenn nicht gar berühmt wurde. Oder ein anderes Beispiel: Unter dem vom Leben gezeichneten Gesicht der Mutter von Dürer stand: "Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?" - Klaus Staeck, gerade 75 Jahre alt geworden, mit 18 aus der DDR gekommen, Jurastudium in Heidelberg, skizziert seit 1960 Plakate, Postkarten und Flugblätter. Seit 1972 wurde er ständig in Prozesse verwickelt, und 1976 kam es zum ersten großen Eklat anlässlich einer Ausstellung in London, als sich deutsche Politiker über Staecks Werke beim Außenminister beschwerten. Damals setzte sich Heinrich Böll für Staeck und die Freiheit der Kunst ein - zwei Jahre später rissen Bundestagsabgeordnete von CDU und CSU während einer Staeck-Ausstellung Plakate von der Wand und trampelten auf ihnen herum - nach Staecks Ansicht "die größte PR-Aktion, die die Unionsparteien mit ihrem Bonner Bildersturm jemals für mich gestartet haben." /Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Franz HohlerHintergrund: Schweizer Schriftsteller und Kabarettist, wird 70 Jahre altAutor: Jochanan Shelliem © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Irmgard von zur MühlenHintergrund: Dokumentarfilmerin, verfügt mit ihrem Mann über das größte private DokumentarfilmarchivAutor: Ulrich Kothe © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Erika RabauHintergrund: Fotografin der Berlinale, trägt immer Kamera und schwarze Lederjacke mit sich Autorin: Petra Müller © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Von Burkhard Laugwitz/Samuel Adler, der in vier Wochen 85 Jahre alt wird, stammt aus einer Musikerfamilie. Sein Vater Hugo Chaim war Kantor an der Hauptsynagoge in Mannheim, Mutter Selma sang und spielte Klavier. Sohn Samuel begann bereits mit sieben Jahren zu komponieren - allerdings Musik, die seinem Vater nicht gefiel, so dass dem Filius eine strenge Ausbildung an Instrumenten auferlegt wurde. 1939 floh die Familie in die USA - Sohn Samuel studierte Musik bei verschiedenen Wissenschaftlern, kam in den 1950er Jahren als Soldat zurück nach Deutschland und gründete in Stuttgart nach seinem Militärdienst das Seventh Army Symphony Orchestra, das zahlreiche Konzerte gab. Nach der Rückkehr in die Staaten wirkte Sam Adler als Komponist, Dirigent und Hochschullehrer; er lebt in Pennsylvania, kommt aber hin und wieder in seine alte badische Heimat./ Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Jan HarlanHintergrund: war 30 Jahre "ausführender Produzent" bei seinem Schwager Stanley KubrickAutor: Rainer Praetorius © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Heinrich Schöpe / Hintergrund: sammelte während des 2. Weltkriegs Flugblätter der Alliierten / Autor: Ingo Zander © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Philomena FranzHintergrund: 90jährige Überlebende des Holocaust, geborene Sinti, entkam mit Glück verschiedenen LagernAutorin: Monika Mengel © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Rita JägerHintergrund: war eines der ersten deutschen Models, als sie mit 16 bei einem Casting-Wettbewerb für ein Pendant von Rita Hayworth 3. wurde und von einem Fotografen angeheuert wurdeAutor: Ingo Zander © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Von Cornelia Beuel/In diesen Tagen wird Otto Köhler 78 Jahre alt. In Schweinfurt geboren, glaubte der spätere Journalist noch zum Ende des Krieges fest an seinen "Führer", verdammte all die, die von Befreiung sprachen - und brauchte nach eigenem Bekunden recht lange, ehe er sich mit den Amerikanern und ihrer Literatur anfreundete und feststellte, dass er dem Faschismus aufgesessen war. Die Folge war eine radikale Kehrtwende, befördert auch durch das Studium, in dessen Verlauf sich Köhler beim Sozialistischen Studentenbund engagierte und sich über spitze Kolumnen im Spiegel freute, die die Adenauer-Zeit kritisierten. Otto Köhler wollte auch solche Kolumnen schreiben und schaffte es schließlich, von Rudolf Augstein angestellt zu werden. Heute hat er auch zum "Spiegel" eine mehr als kritische Haltung. /Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Antje Vollmer, Hintergrund: einer der ersten Grünen im Bundestag, langjährige Bundestagsvizepräsidentin, Autorin: Marianne Bäumler © WDR 2013 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Jutta VulpiusHintergrund: Sopranistin, wird am 31.12. 85 Jahre altAutor: Burghard Laugwitz © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Karl BreuerHintergrund: mehrmaliger Welt- und Deutscher Meister im TanzenAutorin: Doris Netenjakob © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Vera TenschertHintergrund: Fotografin des Berliner EnsemblesAutor: Ulrich Kothe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Elisabeth SchützHintergrund: war Dienstmädchen bei Bertolt BrechtAutor: Thomas Moser © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Helga Lena ReimerHintergrund: wie aus einer 68erin eine evangelische Stiftsfrau und Nonne wirdAutorin: Claudia Klein © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuginnen: Regina und BellaHintergrund: zwei alte Damen, die eigentlich nach Israel wollten, in Berlin hängen blieben und sich seither gegenseitig stützen, beide weit über 80 Jahre altAutorin: Doris Netenjakob © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Paul MaarHintergrund: Kinderbuchautor, erfand den "Sams" mit inzwischen sieben Büchern, wird 75 Jahre altAutorin: Sabine Jaeger © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Helmut OpferkuchHintergrund: war der erste offizielle deutsche Nazi-Jäger, später Leiter der Zentralstelle für Nazi-Verbrechen in LudwigsburgAutorin: Silke Kehl © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Eva SenghaasHintergrund: Soziologie-Professorin, wird an diesem Sonntag 70, Ehefrau des Friedensforschers Dieter SenghaasAutor: Ingo Zander © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Judith CaroHintergrund: überlebte den Untergang der Patria, mit der sie Europa verlassen hatte nach Palästina. Im Hafen von Haifa explodierte das Schiff. Autor: Jürgen Salm © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Von Nina Oxenius/Es sind der Stadtteil Praunheim in Frankfurt und der "Rosa Winkel", jenes Symbol, mit dem die Nazis in den Konzentrationslagern die Homosexuellen ächteten, die er sich für seinen Namen wählte: Holger Radtke, am 25. November 1942 in Riga geboren, entschied sich dazu, Rosa von Praunheim heißen zu wollen. Mit diesem Namen hat er Erfolg gehabt, als Filmemacher und als Kämpfer für die gesellschaftliche Anerkennung der Homosexuellen - 1971 erschien sein Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft, in der er lebt". Mit diesem Film in einer Zeit, als der Aufbruch im Lande immer greifbarer wurde, war die Diskussion um gleichgeschlechtliche Liebe eröffnet, begann der öffentliche Kampf erst einmal um Gehör und Anerkennung, später um die Gleichberechtigung./ Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Timm Ulrichs Hintergrund: Totalkünstler, stellte sich selbst als Kunstwerk im Glaskasten aus Autorin: Susanne Hagemann © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Martin GoldsteinHintergrund: war Dr. Sommer in der "Bravo", starb mit 85 vor zwei MonatenAutor: Jürgen Salm © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Zhou GuangrenHintergrund: in Deutschland geborene Chinesin, Musikwissenschaftlerin, Pianistin, arbeitete mit Maos Frau zusammen, um Kindern Klavierunterricht zu gebenAutorin: Silke Ballweg © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Günter ZintHintergrund: "Gebrauchsfotograf", bebilderte Geschichten von Günter Wallraff, war Gründer einer alternativen Zeitung, den St. Paul-Nachrichten, bevor sie zum Pornoblatt wurdenAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Inge JensHintergrund: erzählt, wie aus ihrer Arbeit an den Briefen der Geschwister Scholl ihr Mut zum Widerstand gegen Raketen in Mutlangen geweckt wurdeAutorin: Maren Gottschalk © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Friedrich Christian DeliusHintergrund: Schriftsteller, war lange Lektor bei Wagenbach und dem Rotbuch-VerlagAutorin: Marianne Bäumler © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Cox HabbemaHintergrund: Holländerin, kam als junge Frau nach Ostberlin ans Deutsche Theater, machte Theater und Film, wurde Defa-Prinzessin genannt, überwarf sich mit DDR-KulturpolitikAutor: Ingo Zander © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Bodo PlattHintergrund: wurde als 17jähriger verhaftet, saß 8 Jahre in sowjetischer Gefangenschaft im Lager in Sibirien, wurde erst Ende der 90er Jahre rehabilitiertAutorin: Ulrike Lückermann © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Vera von LehndorffHintergrund: wurde unter dem Namen "Veruschka" Deutschlands 1. SupermodelAutor: Ingo Zander © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Cioma SchönhausHintergrund: wird 90, war ein genialer Passfälscher, gebürtiger Jude, half jüdischen Mitbürgern und letztlich sich selbst, mit falschen Papieren aus Deutschland zu fliehenAutorin: Christiane Raasch © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Maria PotrzebaHintergrund: stammt aus dem Münsterland, wurde als junges Mädchen in ein KZ für Jugendliche in der Uckermark gebracht, weil sie angeblich Geschlechtsverkehr mit einem Polen gehabt haben sollte, was als "Rassenschande" galtAutorin: Monika Mengel © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Von Jochanan Shelliem/Thomas Hoepker lebt seit 1976 in New York. Der 1936 in Berlin geborene Fotograf wird vor allem wegen eines ausgezeichneten Bildes in die Geschichte eingehen - er nahm junge lachende Menschen am Hudson River in New York am 11. September 2001 auf, als auf der anderen Flussseite die Türme von Manhattan brannten. Ein Foto, das um die Welt ging und Hoepkers Zugehörigkeit zur international renommierten Fotoagentur Magnum noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellte. Er ist der erste Deutsche, der bei Magnum Vollmitglied wurde. Thomas Hoepker hat in den 1970ern mehrere Jahre für den "Stern" aus der DDR berichtet und war als erster West-Fotograf überhaupt akkreditiert worden. Die Reportagen zusammen mit seiner verstorbenen Frau Eva Windmöller zählen zu den journalistischen Höhepunkten, den DDR-Alltag realistisch für die West-Bevölkerung abzubilden. /Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Deutschlands älteste Künstleragentin/Sie kennt sie alle, die noch auf der Bühne stehen, und auch die, die lange Jahre die Bretter, die die Welt bedeuten, beherrschten. Annemarie Herald, 1922 in Berlin geboren, betreibt heute im Alter von 90 Jahren immer noch eine Agentur für Schauspielerinnen und Schauspieler und hat damit ihren Beruf zu ihrem Leben gemacht. Den Kontakt zur Bühne bekam sie über ihre Mutter, die Schauspielerin Annie Mewes, die in ihrer Zeit in einem Atemzug mit Willy Fritsch, Gustav Gründgens, Marlene Dietrich, Max Reinhardt genannt wurde. Tochter Annemarie lernte sie alle kennen und heiratete in den 50er Jahren Heinz Herald, einen Regisseur und Drehbuchautor, der mit Max Reinhardt nach Amerika gegangen und dort für ein Drehbuch einen Oscar bekommen hatte. Mit einem Engagement in der Künstleragentur Silman schuf sich Annemarie Herald den Weg, den sie seither bis heute unentwegt und zufrieden beschritten hat. /Redaktion Mark vom Hofe/ © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Rügen im Objektiv /Klaus Ender, vom Bäckergesellen zum Fotograf /Von Doris Netenjakob /In der ehemaligen DDR kannte fast jeder Klaus Ender. Wem Enders Akt-Fotos in den Zeitschriften "Magazin" und "Eulenspiegel" entgangen waren, kannte seinen Name spätestens seit der Ausstellung - Akt und Landschaft- 1975, die von Hunderttausenden besucht wurde. Klaus Ender, Jahrgang 1939, hat seinen österreichischen Vater nie kennen gelernt. Er erlebte die Vergewaltigung seiner Mutter, die sich viele Jahre später das Leben nahm. Das Fotografieren half ihm über alles hinweg. Wie besessen erarbeitete sich der Bäckergeselle Klaus Ender auf Rügen nebenbei seine Aktfotografie, fand seine Modelle an den Nacktbadestränden und entdeckte die Landschaftsfotografie als zweite Leidenschaft. Nach Zwischenstationen in vielen Ländern ist er jetzt im Alter wieder nach Rügen zurückgekehrt. Von seiner jüngeren Frau tatkräftig unterstützt, stattet er seine Fotobände jetzt mit humorvoll tröstenden Gedichten aus, mit denen er seiner Parkinson-Krankheit trotzt. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Willy Brandts Büroleiter /Hans Arnold, Diplomat im Auswärtigen Amt /Von Godehard Weyerer /Hans Arnold, dritter und jüngster Sohn des Simplizissimus-Karikaturisten Karl Arnold, trat 1950 in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik als einer der ersten Nachwuchs-Diplomaten ein, die nicht Juristen waren. Arnold hatte nach 1945 Germanistik, Psychologie und Philosophie studiert. Im Auswärtigen Amt stieg er zum Botschafter auf, trat 1963 der SPD bei und wurde im Dezember 1966, als Willy Brandt Außenminister wurde, dessen Büroleiter. 1986 schied Hans Arnold aus dem Dienst aus. Vor sieben Jahren machte er noch einmal auf sich aufmerksam: Er hatte die Liste der 128 Diplomaten nicht unterschrieben, die sich gegen den damaligen Außenminister Joschka Fischer wandten. Fischer brach mit der Tradition, verstorbenen Ex-Diplomaten grundsätzlich einen ehrenden Nachruf zu schreiben - Auslöser war der Tod von Botschafter a.D. Franz Krapf, einem früheren Mitglied der SS. Arnold schlug sich auf Fischers Seite und hatte seine Ex-Kollegen gegen sich. / Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Naemi PriegelHintergrund: Musical-Star, steht noch heute auf der Bühne, Starrolle "Eliza"Autorin:Andrea Lieblang © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Willi HoldorfHintergrund: gewann Gold im Zehnkampf als erster Deutscher 1964 in TokioAutor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Blondes Silber /Jutta Heine, Leichtathletin /Von Albert Wiedenhöfer /Bei den Deutschen Meisterschaften war sie "nur" Zweite geworden, in Rom bei den Olympischen Spielen 1960 auch, eher überraschend hin-ter der haushohen Favoritin, der unbesiegbaren, weil wie eine Gazelle dahin schwebenden Wilma Rudolph aus den Vereinigten Staaten. Jutta Heine, 1940 in Stadthagen bei Hannover geboren, war Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre mehrfache Deutsche Meisterin auf den Sprint-strecken. 1,82 Meter groß, blond, lange Beine, galt sie als "Glamour -Girl der deutschen Leichtathletik" - wozu sicherlich bei-trug, dass sie einen englischen Sportwagen fuhr und 1960 als Ama-teur-Mannequin Modelle des römischen Modekönigs Emilio Schuberth vorführte. Jutta Heine betreibt heute ein Hotel mit Reiterhof im Wes-terwald. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Jutta HeineHintergrund: Leichtathletin, gewann Silber in Rom 1960, bekannte SprinterinAutor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Klaus BalkenholHintergrund: Dressurreiter, war Mitglied der Kölner Reiterstaffel, siegte mit Rabauke und Goldstern bei OlympiaAutorin: Claudia Ruby © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Cornelius BischoffHintergrund: ging 1939 mit seinen Eltern in die Türkei, Mutter Jüdin, lernte die Landessprache, wurde seit den 70er Jahren Übersetzer von Yasar KemalAutorin: Christiane Kreiner © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ruth Levy-BerlowitzHintergrund: 87 Jahre alt, stammt aus Dresden, wanderte mit Eltern nach Palästina aus, war 1961 Übersetzerin im Eichmann-Prozess, flüsterte ihm das Todesurteil auf Deutsch zuAutorin: Veronika Bock © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Sigrid LöfflerHintergrund: Literaturkritikerin, gerade 70 geworden, war Feuilletonchefin der "Zeit", gehörte 13 Jahre zum Literarischen Quartett, bis sie sich an Reich-Ranicki aufriebAutorin: Almut Horstmann © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hannes WaderHintergrund: Liedermacher, spielte mit Reinhard Mey und zuletzt mit Konstantin Wecker, wird 70 Jahre altAutorin: Ingrid von Saldern © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Margarete MitscherlichHintergrund: Ärztin und Psychoanalytikerin, starb im Alter von 94 Jahren in dieser WocheAutor: Ingo Zander © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Karl-Heinz FeldkampHintergrund: langjähriger Fußballtrainer, stammt aus Oberhausen, ging von Kaiserslautern in die TürkeiAutor: Levent Aktoprak © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Pieter van der SlootHintergrund: wollte schon mit 4 Tänzer werden, lernte Tanz und Ballett, betreibt heute mit seinem Freund drei Tanzschulen im MünsterlandAutorin: Andrea Lieblang © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ulrike OttingerHintergrund: Filmemacherin, renommierte internationale Künstlerin, wird 70Autorin: Rebecca Hillauer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Buddy EliasHintergrund: Cousin von Anne Frank, der letzte noch Lebende aus der Familie Frank, hält durch Lesungen Erinnerung an die bekannteste Tagebuchschreiberin wachAutor: Otto Langels © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ingrid NiepoortHintergrund: gebürtige Wuppertalerin, lebt seit über 50 Jahren in Portugal, ist dort mit einem Holländer verheiratet, der eine Portweinhandlung betreibt - überzeugte EuropäerinAutorin: Nina Gruntkowski © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
"Kinder kommt raus, wir gehen in ein Lager"Arno Lustiger über sein Überleben im Nazi-DeutschlandEine Sendung von Ingrid von SaldernDiese Woche, am Mittwoch, ist Arno Lustiger gestorben. Der Historiker, der sich vor allem mit dem jüdischen Widerstand zu Zeiten des Nationalsozialismus befasst hat, stammt gebürtig aus Polen, aus dem Städtchen Bedzin, das schon sehr früh von den deutschen Truppen zu Beginn des Überfalls auf Polen besetzt worden war, weil es nur sieben Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt liegt. Seit seinem 15. Lebensjahr lebte Arno Lustiger im Untergrund, bis seine Familie sich entschloss, einen getarnten Bunker zu verlassen, weil es geheißen hatte, im "Lager" gebe es gute Lebensbedingungen. Lustiger überlebte die verschiedenen Lager - mit viel Glück. Gut eine Woche nach seinem 88. Geburtstag ist er jetzt gestorben. 2006 hat er WDR5 seine erlebten Geschichten aus dem Lager und später von der Flucht erzählt. Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Das Lebenswerk entstand in der Emigration /Giwi Margwelaschwili, deutsch-georgischer Schriftsteller /Eine Sendung von Otto Langels /Giwi Margwelaschwili begnügt sich mit wenig. Er lebt in einer kärglich eingerichteten Zweizimmerwohnung im Arbeiterbezirk Wedding in Berlin. Giwi Margwelaschwilis Leben ist das Schreiben. Darin hat er die Leiden seines Lebens zu verarbeiten versucht. Er wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. Als er vier Jahre alt war, starb seine Mutter. 1946 wurde Giwi zusammen mit seinem Vater, einem Philosophen und Orientalisten, vom sowjetischen Geheim-dienst entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert, anschließend nach Georgien verschleppt. Dort lehrte er Deutsch. Erst 1987 konnte er nach Deutschland ausrei-sen. Im Gepäck hatte er reichlich in der Emigration geschriebene Lite-ratur. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Stefan Schmidt, Kapitän Im Juni 2004, als Europa mit der Fußball-Europameisterschaft in Portugal ein großes internationales Fest feierte, war Stefan Schmidt Kapitän auf dem deutschen Hilfsschiff Cap Anamur. Auf dem Weg nach Akaba in Jordanien stieß Schmidt mitten im Mittelmeer auf ein Schlauchboot mit 37 afrikanischen Flüchtlingen, entkräftet, ohne Trinkwasser, ohne Treibstoff. Die Cap Anamur nahm die Menschen an Bord und rettete ihnen das Leben. Doch als das Schiff unter deutscher Flagge den Hafen des sizilianischen Agrigent anlaufen wollte, wurde ihm das untersagt. Die italienische Kriegsmarine und Polizeiboote errichteten eine Blockade. Knapp zwei Wochen dauerte das Drama, dann machte Kapitän Schmidt vom Seenotfallrecht Gebrauch und lief ohne Erlaubnis in den Hafen ein. Schmidt und zwei weitere Personen der Crew wurden eine Woche lang festgenommen. Die italienische Justiz eröffnete ein Verfahren gegen sie wegen bandenmäßiger Beihilfe zur illegalen Einreise in besonders schwerem Fall. In Agrigent kam es zum Prozess, der drei Jahre dauerte. Im Oktober 2009 erging das Urteil: Freispruch. Aber es war ein Exempel europäischer Flüchtlingspolitik statuiert worden. Die Cap Anamur verfiel, das Hilfsschiff gibt es heute in dieser Form nicht mehr. © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Gudrun PenndorfHintergrund: übersetzte 25 Jahre lang AsterixAutorin: Monika Salchert © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
"Ich glaube an den Fortschritt" /Margrit Blumberg, die neueste Technik und ihr später Fallschirm-sprung /Eine Sendung von Carolin Courts /Beinahe hundert Jahre hat Margrit Blumberg mit eigenen Augen gesehen. Geboren wurde sie 1914 nur wenige Monate vor Aus-bruch des Ersten Weltkriegs, geheiratet hat sie ein paar Jahre vor Ausbruch des Zweiten. Sie stammt aus einer großbürgerlichen Familie, besaß nach 1945 genau so wenig wie alle anderen und hat sich doch ihr Leben lang bemüht, jeden technischen Fort-schritt mitzumachen: Deutschland lag noch in Trümmern, als sie sich ein neues Telefon organisierte. Es folgten Waschmaschine, Automobil, Farbfernseher, Mobiltelefon, jeweils so schnell wie möglich: "Das musste ich doch haben!" Mit über 80 stieg Margrit Blumberg in die Digitalfotografie ein - dass das den Ankauf eines Computers nach sich zog, fand sie normal. Einen Fallschirmsprung absolvierte sie mit 87 mehr nebenher, ihr "Computer-Guru" hatte sie eingeladen. Das Internet war danach auch bald erobert: Mit fast 90 stöberte sie im World Wide Web lang verschollene Ver-wandtschaft in Amerika auf. Heute interessiert sie sich vor allem für Tablet-PCs. Warum? Weil die nun mal der Stand der Technik sind. Und den Anschluss verpassen, nur weil man 97 ist? Für Mar-grit Blumberg unvorstellbar. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans KoschnickHintergrund: SPD-Politiker aus Bremen, erzählt darüber, wie am 1. Mai 1934 sein Vater von den Nazis abgeholt wurdeAutor: Ingo Zander © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Willy "Ente" LippensHintergrund: Fußballer aus dem Revier, spielte bei Rot-Weiß Essen, bekannt wegen seinem Watschelgang als "Ente", betreibt heute ein Restaurant in BottropAutor: Thomas Koch © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Dorothea BuckHintergrund: Kämpferin für eine bessere Psychiatrie, wurde für schizophren erklärt, zwangssterilisiert, litt unter damaligen grausamen BehandlungAutorin: Cornelia Schäfer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Dorothea BuckHintergrund: Kämpferin für eine bessere Psychiatrie, wurde für schizophren erklärt, zwangssterilisiert, litt unter damaligen grausamen BehandlungAutorin: Cornelia Schäfer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Dreimal Spitze /Matthias Mauritz, Düsseldorfer Sport-Veteran /Eine Sendung von Regine Hauch /Matthias Mauritz ist der einzige deutsche Sportler, der in drei Disziplinen in der nationalen Spitze mitgespielt hat. Als Feldhockeyspieler beim DSC 99 in Düsseldorf errang er im Kriegsjahr 1940 die deutsche Jugendmeisterschaft und spielte in der Feldhockey-Jugendnationalmannschaft. Als Tennisspieler war seine höchste Position in der deutschen Rangliste Platz 11. Und als Fußballer von Fortuna Düsseldorf wurde er in die Nationalmannschaft berufen und nahm er an mehreren Olympischen Spielen und Länderspielen teil. Insbesondere zwei Länderspiele, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, sind ihm und allen Beteiligten für immer in Erinnerung geblieben. In ihnen spiegelte sich 90 Minuten lang die deutsch-deutsche Geschichte konzentriert wie in einem Brennglas. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Dreimal Spitze /Matthias Mauritz, Düsseldorfer Sport-Veteran /Eine Sendung von Regine Hauch /Matthias Mauritz ist der einzige deutsche Sportler, der in drei Disziplinen in der nationalen Spitze mitgespielt hat. Als Feldhockeyspieler beim DSC 99 in Düsseldorf errang er im Kriegsjahr 1940 die deutsche Jugendmeisterschaft und spielte in der Feldhockey-Jugendnationalmannschaft. Als Tennisspieler war seine höchste Position in der deutschen Rangliste Platz 11. Und als Fußballer von Fortuna Düsseldorf wurde er in die Nationalmannschaft berufen und nahm er an mehreren Olympischen Spielen und Länderspielen teil. Insbesondere zwei Länderspiele, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, sind ihm und allen Beteiligten für immer in Erinnerung geblieben. In ihnen spiegelte sich 90 Minuten lang die deutsch-deutsche Geschichte konzentriert wie in einem Brennglas. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Annabel Gräfin von ArnimHintergrund: Bäuerin und Buchautorin vom NiederrheinAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Annabel Gräfin von ArnimHintergrund: Bäuerin und Buchautorin vom NiederrheinAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Franz ThiessenHintergrund: Mennonit, Russland-Deutscher, der mit seinen Eltern nach Paraguay auswanderte und jetzt in Leopoldshöhe lebtAutorin: Hedwig Lechtenberg © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Franz ThiessenHintergrund: Mennonit, Russland-Deutscher, der mit seinen Eltern nach Paraguay auswanderte und jetzt in Leopoldshöhe lebtAutorin: Hedwig Lechtenberg © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Sie glaubt an die "Wunderheilung" /Madlon Goldschmidt, Modellbauerin in der Schweiz /Eine Sendung von Cornelia Schäfer /Madlon Goldschmid, Jahrgang 1934, kann auf ein bewegtes Leben zurückschauen: Schon mit 20 wurde sie gegen den Willen ihrer Eltern Modellbauerin und ergriff damit einen Beruf, für den es gar keine geregelte Ausbildung gab. Unter den wenigen, die in der Schweiz Modelle von Häusern bauten, war sie damals, in den 50er Jahren, zudem als Frau die absolute Ausnahme. Ihr Lebenswerk, das hölzerne Abbild der Winterthurer Altstadt, steht heute im Rathaus. Aber noch etwas anderes hat die Tochter eines Werkzeugmaschinenhändlers geprägt: Das war ihre schwere Erkrankung mit Multipler Sklerose und ihre "Wunderheilung" durch einen Heilsarmeeoffizier. Die junge Schweizerin fand zum Glauben, hörte aber auch in der Heilsarmee und später im Zusammenleben mit katholischen Ordensschwestern und im Kontakt mit den verschiedensten Glaubensgemeinschaften nie auf, ihren eigenen Weg zu suchen. Das Modell, das ihr nun vorschwebte und an dem sie bis heute beharrlich baut, war das eines ökumenischen Zusammenlebens und Zusammenwirkens. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Sie glaubt an die "Wunderheilung" /Madlon Goldschmidt, Modellbauerin in der Schweiz /Eine Sendung von Cornelia Schäfer /Madlon Goldschmid, Jahrgang 1934, kann auf ein bewegtes Leben zurückschauen: Schon mit 20 wurde sie gegen den Willen ihrer Eltern Modellbauerin und ergriff damit einen Beruf, für den es gar keine geregelte Ausbildung gab. Unter den wenigen, die in der Schweiz Modelle von Häusern bauten, war sie damals, in den 50er Jahren, zudem als Frau die absolute Ausnahme. Ihr Lebenswerk, das hölzerne Abbild der Winterthurer Altstadt, steht heute im Rathaus. Aber noch etwas anderes hat die Tochter eines Werkzeugmaschinenhändlers geprägt: Das war ihre schwere Erkrankung mit Multipler Sklerose und ihre "Wunderheilung" durch einen Heilsarmeeoffizier. Die junge Schweizerin fand zum Glauben, hörte aber auch in der Heilsarmee und später im Zusammenleben mit katholischen Ordensschwestern und im Kontakt mit den verschiedensten Glaubensgemeinschaften nie auf, ihren eigenen Weg zu suchen. Das Modell, das ihr nun vorschwebte und an dem sie bis heute beharrlich baut, war das eines ökumenischen Zusammenlebens und Zusammenwirkens. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Es begann mit der "Berliner Romanze" /Annekathrin Bürger, Schauspielerin /Eine Sendung von Ingo Zander /Als Peter Sodann noch Bruno Ehrlicher war und im Tatort in Leipzig ermittelte, hatte er eine Freundin, Friederike, die ein Wirtshaus am Fluss betrieb. Friederike heißt in Wahrheit Annekathrin Bürger, Schauspielerin, 1937 in Berlin geboren, die in diesen Tagen 75 Jahre alt wird. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie und begann als Bühnenbildassistentin am Theater in Bernburg. An der Schauspielschule scheiterte sie zwar bei der Aufnahmeprüfung, schaffte es aber, mehr zufällig, vor die Kamera und auf die Leinwand - und hatte damit ihr erstes Ziel erreicht, Schauspielerin zu werden. Der Film von Gerhard Klein "Eine Berliner Romanze", in der Annekathrin Bürger das unverbrauchte, natürliche, sympathische Mädchen Uschi spielte, wurde ein DDR-Erfolg. Danach lernte sie drei Jahre an der Filmhochschule in Babelsberg und verbreiterte damit ihre Möglichkeiten im Theater- und Filmgewerbe, zu dem sie später Lesungen und Chansons hinzufügte. Denn ihre Engagements in der DDR ließen nach, nachdem sie sich vehement gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns ausgesprochen hatte. / Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Es begann mit der "Berliner Romanze" /Annekathrin Bürger, Schauspielerin /Eine Sendung von Ingo Zander /Als Peter Sodann noch Bruno Ehrlicher war und im Tatort in Leipzig ermittelte, hatte er eine Freundin, Friederike, die ein Wirtshaus am Fluss betrieb. Friederike heißt in Wahrheit Annekathrin Bürger, Schauspielerin, 1937 in Berlin geboren, die in diesen Tagen 75 Jahre alt wird. Sie stammt aus einer Künstlerfamilie und begann als Bühnenbildassistentin am Theater in Bernburg. An der Schauspielschule scheiterte sie zwar bei der Aufnahmeprüfung, schaffte es aber, mehr zufällig, vor die Kamera und auf die Leinwand - und hatte damit ihr erstes Ziel erreicht, Schauspielerin zu werden. Der Film von Gerhard Klein "Eine Berliner Romanze", in der Annekathrin Bürger das unverbrauchte, natürliche, sympathische Mädchen Uschi spielte, wurde ein DDR-Erfolg. Danach lernte sie drei Jahre an der Filmhochschule in Babelsberg und verbreiterte damit ihre Möglichkeiten im Theater- und Filmgewerbe, zu dem sie später Lesungen und Chansons hinzufügte. Denn ihre Engagements in der DDR ließen nach, nachdem sie sich vehement gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns ausgesprochen hatte. / Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Jörg Andrees EltenHintergrund: Vom Napola-Schüler über den Journalismus nach Poona in Indien zum Bhagwhan, überzeugter Sanyassin, lebt jetzt in Mecklenburg, wird 85Autorin: Christiane Raasch © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Jörg Andrees EltenHintergrund: Vom Napola-Schüler über den Journalismus nach Poona in Indien zum Bhagwhan, überzeugter Sanyassin, lebt jetzt in Mecklenburg, wird 85Autorin: Christiane Raasch © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ursula DeutschendorfHintergrund: älteste bis zuletzt aktive Mitarbeiterin des WDR, erzählt selbst über ihre erlebten Geschichten bei der Aufnahme mit Prominenten für die Sendereihe, sie starb im Alter von 91 Jahren © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ursula DeutschendorfHintergrund: älteste bis zuletzt aktive Mitarbeiterin des WDR, erzählt selbst über ihre erlebten Geschichten bei der Aufnahme mit Prominenten für die Sendereihe, sie starb im Alter von 91 Jahren © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Peter RüchelHintergrund:Musikjournalist, Vater des Rockpalastes, der 1977 zum ersten Mal aus der Essener Grugahalle ausgestrahlt wurde; Rüchel wird 75Autorin: Petra Müller © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Peter RüchelHintergrund:Musikjournalist, Vater des Rockpalastes, der 1977 zum ersten Mal aus der Essener Grugahalle ausgestrahlt wurde; Rüchel wird 75Autorin: Petra Müller © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans HeiselHintergrund: war während der deutschen Besatzung Soldat in Paris und diente gleichzeitig der franz. Résistance, wurde nicht entdeckt - wird 90Autorin: Claudia Klein © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans HeiselHintergrund: war während der deutschen Besatzung Soldat in Paris und diente gleichzeitig der franz. Résistance, wurde nicht entdeckt - wird 90Autorin: Claudia Klein © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Gretchen KlotzHintergrund: Witwe des früheren Studentenführers Rudi Dutschke, wird 70 und lebt jetzt wieder in BerlinAutorin: Christiane Raasch © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Heinrich BreloerHintergrund: einer der bedeutendsten deutschen Regisseure, entwickelte das "Doku Drama", porträtrierte so Wehner, Brandt, die Manns, die Buddenbrooks, die Speers, wird 70Autor: Jochanan Shelliem © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Renate StubenrauchHintergrund: Gründerin der Freien Schule Frankfurt, der ersten Alternativschule, in der es keine Noten gibt und man nicht sitzen bleiben kannAutor: Karl-Heinz Heinemann © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Weltmeister auf Kufen /Hans-Jürgen Bäumler, Eiskunstläufer und Schauspieler /Eine Sendung von Ursula Deutschendorf /Sie waren das erfolgreichste deutsche Paar auf dem Eis, in den 1960er Jahren sorgten sie für leere Straßen, weil Deutschland vor dem Fernseher saß, um zu verfolgen, wie das Paar nach Titeln und Medaillen strebte und oft ganz oben auf dem Siegerpodest stand: Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler. 1942 geboren, war Bäumler Ende der 1950er Jahre unter den besten drei deutschen Eiskunstläufern, ehe er zum Paarlauf wechselte und mit Marika Kilius nach der Nummer 1 strebte. Was mehrfach gelang: Zweimal wurden die beiden Weltmeister, bei Olympia reichte es aber "nur" zu Silber. Hans-Jürgen Bäumler versuchte sich später als Schlagersänger mit eher mäßigem Erfolg, ehe er sich bis heute der Schauspielerei verschrieb. Der 70jährige lebt an der Cote d’Azur. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
"Es ging ums Überleben ..." /Michael Degen, Schauspieler, über seine Kindheit /Eine Sendung von Gretel Rieber /Michael Degen, der am 31. Januar 2002 80 Jahre alt wird, war elf, als er mit seiner Mutter in Berlin untertauchte, weil auch den letzten noch in Berlin lebenden Juden der Abtransport ins KZ drohte. Der Vater war schon 1939 von den Nazis abgeholt worden; kurz danach starb er, schwer lungenkrank, an der Folgen der Folter, die er dort erlitten hatte. Michael Degen und seine Mutter überlebten die Bombardierung Berlins, ohne wie Andere in Luftschutzkeller flüchten zu können. Als Juden mussten sie sich ständig verstecken: Zunächst bei einer adligen Russin, dann bei der Betreiberin eines Bordells, in Gartenlauben, schließlich in der Gärtnerei eines früheren Kommunisten. Besonders gefährlich wurde es für die beiden zum Kriegsende: Der russische Offizier, der Michael Degen und Mutter in der Gärtnerei aufspürte und verhörte, hielt sie für Nazis und wollte nicht glauben, dass sie als Juden überlebt hatten. Erst als Michael auf Weisung des Offiziers das Kaddisch sprach, das jüdische Totengebet, wurde ihnen geglaubt. /Redaktion: Mark vom Hofe © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Wolfgang SternsteinHintergrund: Friedensaktivist, übt aktiv zivilen Ungehorsam in der Anti-Atomkraftbewegung aus, wurde mehrfach verurteilt, saß insgesamt ein Jahr im GefängnisAutorin: Cornelia Beuel © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Ingfried HoffmannHintergrund: Komponist von Liedern für Sesamstraße und der Sendung mit der Maus, spielte mit Klaus DoldingerAutorin: Monika Salchert © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Helmut RecknagelHintergrund: Ski-Springer-Legende aus der DDR, war Weltmeister, Olympiasieger, mehrfacher Gewinner der Vierschanzen-TourneeAutor: Levent Aktoprak © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Edith SilberHintergrund: am Niederrhein geboren, emigrierte 1938 mit weiteren jüdischen jungen Menschen nach Argentinien, starb dort 2011Autorin: Erika Harzer © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ursula Kloth alias Gonda Sureen, die Elastik-AkrobatinHintergrund: Gonda Sureen gewann Preisausschreiben eines Strumpfherstellers 1951, präsentierte ihre Beine und Nylons vier Wochen in Amerika als erstem PreisAutorin: Margot Overath © WDR 2012 [Zur Audiodatei]
Eine Frau mit Maß /Marianne Sägebrecht, Schauspielerin /Eine Sendung von Joe Schevardo /Marianne Sägebrecht ist eine Frau mit Maß, stattlich, rundlich, ein bayerisches Unikum - eine Schauspielerin, die wegen ihrer Skurrilität und ihrer Schrulligkeit wiederholt Rollen in Spielfilmen ausfüllte, die eben genau diesen Eindruck abbilden - etwa 1998 in dem Film "Eine Frau nach Maß", wo sie eine französische Provinzpostbotin darstellt, die seitens ihrer Behörden zu einer Abmagerungskur gezwungen wird, wozu sie aber nicht bereit ist. Die 1945 in Starnberg geborene Marianne Sägebrecht lernte Medizinisch-Technische Assistentin, betrieb dann aber mit ihrem Mann ein Kleinkunstlokal in Starnberg. Diesem Metier blieb sie nach der Trennung treu, in München, wo sie nicht nur ein Lokal leitete, sondern auch immer mehr selbst auf die Bühne ging, als Entertainerin, und sich einen Namen als "Mutter der Subkultur" machte. Was Wunder, dass in den 1980er Jahren der Film auf diese eigenwillige Dame mit Maß aufmerksam wurde.Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Hilde SchrammHintergrund: Erziehungswissenschaftlerin, gründete mit anderen die "Stiftung Zurückgeben", die jüdische Frauen fördert, Tochter des Hitler-Architekten und Rüstungsministers Albert SpeerAutorin: Sybille Plogstedt © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Albert SpeerHintergrund: Architekt und Städteplaner, Sohn des Hitler-Architekten und Reichsbauministers Albert SpeerAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: MariaHintergrund: war eine der ersten ehrenamtlichen Beraterinnen der Telefonseelsorge in BerlinAutorin: Cornelia Schäfer © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Horst JohannpeterHintergrund: einer von zehn boxenden Brüdern aus Hamm, war Deutscher Meister im Halbweltergewicht, verzichtete auf Olympia zugunsten seiner AusbildungAutor: Thomas Koch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Gerti GonsiorHintergrund: war eine der ersten Leiterinnen einer Schule für geistig Behinderte in NRWAutorin: Maren Gottschalk © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Rudolf DresslerHintergrund: SPD-Politiker aus Wuppertal, durch die Hartz-IV-Gesetze sehr im Zwist mit seiner Partei und ihrer Ausrichtung, war Botschafter in IsraelAutorin: Marianne Bäumler © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Horst NaumannHintergrund: war bis 2010 der Herr Doktor auf dem Traumschiff, wurde dann aus Altersgründen ausgemustert, darüber zerbrach seine Freundschaft mit dem Produzenten Wolfgang RademannAutorin: Monika Salchert © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Margot FriedlanderHintergrund: gerade 90 geworden und gerade mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet für ihre unermüdliche Arbeit in Schulen, in denen sie erzählt, wie sie sich in Berlin vor den Nazis versteckte, trotzdem in Theresienstadt landete, das überlebte, während in Familie in anderen Lagern umkamAutorin: Maicke Mackerodt © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Uwe SeelerHintergrund: Ehrenspielführer der dt. Fußball-Nationalmannschaft, Symbol für ehrlichen Sport mit Fairness und Kampf bis zur letzten Minute, wird 80 JahreAutorin: Christiane Raasch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Margarete AmelungHintergrund: wurde mit 16 Hausmädchen bei der Familie von Günter GrassAutorin: Sibylle Plogstedt © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Günter GrassHintergrund: Schriftsteller, Bildhauer, fühlt sich wie SisyphusAutorin: Sibylle Plogstedt © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Werner HolzerHintergrund: Journalist, langjähriger Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, setzte sich besonders in Artikeln für die Dritte Welt einAutorin: Ulrike Knapp © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ursula Engelen-KeferHintergrund: Gewerkschafterin, stellv. DGB-Vorsitzende, Mitglied im SPD-BundesvorstandAutor: Ingo Zander © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
37 Jahre auf dem Leuchtturm /Walter Hoerenz über seine Arbeit auf Hiddensee /Von Kai Adler /Als Walter Hoerenz 1998 mit 65 Jahren in den Ruhestand ging, nahm er als Deutschlands letzter Leuchtturmwärter seinen Hut. 37 Jahre hatte Hoerenz seinen Dienst versehen auf der Ostseeinsel Hiddensee, länger als jeder andere in der wieder vereinigten Republik. Als er 1961 mit seiner Frau Ingeborg nach Hiddensee gekommen war, stellte sich die Insel noch viel verträumter und unerschlossener dar als heute. Es gab weder fließendes Wasser noch Wasser für die Toilettenspülung, und die Kinder des Ehepaars Hoerenz hatten auf den Sandwegen bei Wind mit dem Rad oder im manchmal bitteren Winter Mühe, täglich zur Schule zu gelangen. Und trotz allem: Hoerenz hat Hiddensee genossen, hat die Insel als seine Freiheit gesehen. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Uwe HolmerHintergrund: Pastor in der DDR, der 1990 den Honeckers unterm Dach Asyl gewährteAutor: Thomas Moser © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans SeeHintergrund: Prof. für Politik und Wirtschaftskriminologie in Frankfurt, Gründer von Business Crime Control Autorin: Cornelia Beuel © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Helga ZündelHintergrund: gründete SOS-Kinderdorf im LibanonAutorin: Claudia Decker © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Bahman NirumandHintergrund: iranischer Publizist, würde gern da sein, wo er gebraucht wird, im Iran, lebt aber in Berlin, wurde gerade 75Autor: Hans Detlev von Kirchbach © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Monika Wulff-MathiesHintergrund: langjährige Gewerkschafterin, galt als eisenhart am Männertisch während der Tarifverhandlungen für die ÖTVAutor: Ingo Zander © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans ApelHintergrund: früherer Bundesverteidigungs- und finanzminister, starb diese Woche im Alter von 79 JahrenAutor: Ingo Zander © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Knut LohmannHintergrund: war Hilter-Elite-Schüler, begann im September 1941 seine Ausbildung, davon die meiste Zeit auf der NS-Ordensburg in der EifelAutor: Thomas Becker © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Irm HermannHintergrund: Schauspielerin, entdeckt von Rainer Werner FassbinderAutorin: Monika Buschey © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marianne KochHintergrund: Schauspielerin, Ärztin, Präsidentin der Deutschen Schmerzliga, wurde gerade 80 Jahre altAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Ein Teil des verrückten Paares /Grit Boettcher, Schauspielerin /Eine Sendung von Marion Dany /"Ich hatte diesen inneren Drang, diesen absoluten Wunsch, Schauspielerin zu werden. Und irgendwie wusste ich, dass es klappen würde", sagt Grit Boettcher, 1938 in Berliner Stadtteil Spandau geboren. Ihre Schauspielausbildung begann sie in Berlin an der Schule von Else Bongers, wo sie vom bekannten Regisseur Victor de Kowa entdeckt und gefördert wurde. Sie spielt eTheater in Berlin und München. Mit der Verbreitung des Fernsehens in den 60ziger Jahren erhielt sie immer mehr Angebote für Fernsehproduktionen. Den Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Grit Boettcher 1977 als Sketchpartnerin von Harald Juhnke in der Reihe "Ein verrücktes Paar". 1980 bekam sie für ihre Leistungen die "Goldene Kamera".Heute lebt Grit Boettcher zusammen mit ihren Kindern Nicole und Tristan in einem Haus Ismaning bei München. Noch immer steht sie auf der Bühne, und ans Aufhören mag sie auch mit 73 Jahren nicht denken. "Die sollten mir ruhig mehr zutrauen! Diesen Drang und diese Liebe zum Spielen spüre ich immer noch", sagt sie. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Mein Traum: Madame Butterfly /Renate Holm, Sängerin /1957 sang Renate Holm in einem Spielfilm "Ach, Vöglein in der Ferne" - zu dem Zeitpunkt war der im August 1931 in Berlin geborenen jungen Frau bereits ihr Traum in Erfüllung gegangen: Sie wollte einmal die "Madame Butterfly" sein, auf der Bühne stehen, singen. Und das Berliner Vöglein zog es 1957 hinaus in die Ferne, nach Wien. Hubert Marischka hatte die junge Koloratursopranistin an der Wiener Volksoper engagiert, wo sie im Walzertraum auf der Bühne stand und mit 300 Mark ihre erste monatliche Gage erhielt. Renate Holm blieb letztlich in Österreich, wechselte zur Staatsoper, sang sich, begleitet vom Orchester Herbert von Karajans, von Erfolg zu Erfolg. Auch heute, wenn sie 80 Jahre alt wird, lebt die zur Kammersängerin ernannte Holm abwechselnd in Wien und auf ihrer in der Provinz gelegenen ehemaligen Mühle mit ihren Tieren. /Redaktion: Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ruth Maria KubitschekHintergrund: Spatzl wird 80; deutsche Schauspielerin, bekannt geworden bei "Kir "Royal" und als "Melissa" in einem Durbridge-KrimiAutorin: Christiane Raasch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Beruf: Schriftsteller /Wolfgang Bittner und das Leben mit dem Schreiben /Die Wochenzeitung "Die Zeit" machte ihm ein großes Kompliment, als sie sich mit realistischer Jugendliteratur befasste und schrieb: "Bittner ist gewiss einer ihrer konsequentesten und sachkundigsten Vertreter." Wolfgang Bittner, vor 70 Jahren in Gleiwitz in Schlesien geboren und in Ostfriesland aufgewachsen, promovierter Jurist, schrieb bis jetzt rund 20 Kinder- und Jugendbücher und doppelt so viele Romane und Sachbücher. Als er im vergangenen Jahr den Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik erhielt, sagte er in seiner Laudatio über sich selbst und seine Einstellung zum Schreiben: "Ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hatte ich immer schon, auch eine gewisse Widerständigkeit und Renitenz. Das drückt sich in meiner Arbeit aus und ist mir wertvoll. Ich habe es schon lange nicht mehr nötig, mich dem Mainstream anzupassen, zu lavieren und zu scharwenzeln."Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Günter SamtlebeHintergrund: ehemaliger Dortmunder Oberbürgermeister, starb 85jährig, vor einer guten WocheAutorin: Andrea Kath © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Inge GleselHintergrund: Kind kommunistischer Eltern, in Moskau geboren, kam nach dem Krieg in das Internationale Kinderheim Iwanowo, wo Kinder aus aller Welt, deren Eltern für die Revolution kämpften oder dabei umgekommen waren, untergebracht waren - eine harte KindheitAutorin: Ulrike Lückermann © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Gero Bisanz, Hintergrund: erster Trainer der deutschen Fußball-Damen, Autor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Erika GregorHintergrund: Filmkritikerin und FilmwissenschaftlerinAutor: Jochanan Shelliem © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Ruth WestheimerHintergrund: Sextherapeutin und BestsellerautorinAutorin: Anne Siegel © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
"Man sollte der großen Herde nachlaufen" /Fulbert Steffensky, Theologe und Pädagoge /Eine Sendung von Nina Oxenius /Fulbert Steffensky, geboren 1933, wuchs in einer kleinbürgerlichen Familie auf, die im Katholizismus tief verwurzelt war. In seinem Heimatdorf Rehlingen an der saarländisch-französischen Grenze war es nicht üblich, etwa Traditionen oder die politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts zu hinterfragen. Nicht nur religiöse Gründe, auch das so genannte Wirtschaftswunder der 50er Jahre mit der gleichzeitigen Verdrängung der Verbrechen während der nationalsozialistischen Herrschaft bewogen Fulbert Steffensky, mit 21 Jahren in das Benediktiner-Kloster Maria Laach in der Eifel einzutreten. Mit 35 Jahren ver-ließ er die klösterliche Gemeinschaft ohne kirchliche Erlaubnis und löste damit einen Skandal aus. Er heiratete die bekannte protestantische Theologin Dorothee Sölle, trat zum lutherischen Glauben über und gründete mit ihr gemeinsam das Politische Nachtgebet, das theo-logische Fragen mit aktueller Politik verknüpfte. Später erhielt er eine Professur an der Hamburger Erziehungsfakultät. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen stand fortan die Frage, wie sich katholische Traditionen mit der protestantischen Streitkultur vereinbaren lassen. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Renate Schmidt, seit zwei Jahren nicht mehr aktiv in der Politik, war eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Parteienlandschaft, ein bunter Vogel mit sinnlicher Ausstrahlung und Charisma. Mit Mut, Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft hat sie begonnen, die Familienpolitik umzukrempeln und solche Zeichen zu setzen, dass ihre Nachfolgerin aus den Reihen der Union, Ursula von der Leyen, Schmidts Vorarbeit fortzusetzen gedenkt. Renate Schmidt startete unter erschwerten Bedingungen ins Berufsleben. Mit 18 bekam sie das erste ihrer drei Kinder und schaffte es zur Programmiererin, Systemanalytikerin und Betriebsrätin bei Quelle in Nürnberg. 1943 in Hanau am Main geboren, in einer intakten Familie aufgewachsen, bezeichnet sich Renate Schmidt selbst als "Familientier", eine Scheidung wäre für sie nie in Frage gekommen. Ihr erster Mann starb 1984, im Mai 1998 heiratete sie ihren Lebensgefährten, den Sozialwissenschaftler und Maler Hasso von Henninges. © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Dieter BellmannHintergrund: Schauspieler, Lebensmittelpunkt Leipzig, Regisseur, wurde gesamtdeutschen Publikum als Chefarzt Prof. Simoni in der ARD-Serie "In aller Freundschaft" bekanntAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Über die große Flatter /Leonie Ossowski, Schriftstellerin /Eine Sendung von Monika Mengel /Leonie Ossowski, geboren am 15.August 1925 in Schlesien als Jolanthe von Brandenstein, hat viel geschrieben: Romane, Filmdrehbücher, Hörspiele, Radiobeiträge, Theaterstücke. Aber Leonie Ossowski sieht darin keine Literatur im herkömmlichen Sinne. Was sie verfasst habe, sagt sie, sei die Arbeit einer Aufklärerin, einer politischen Auto-rin spannend verpackter Lehrstücke. Besonders bekannt geworden ist ihr Buch "Die große Flatter", die Geschichte über den Jugendlichen Richy, der versucht, aus dem Obdachlosenmilieu auszubrechen. Diese wie ihre anderen sozialkritischen Geschichten hat Leonie Ossowski nicht erfunden, sondern selbst erlebt oder gründlich recherchiert. Sie gilt aber auch als Mahnerin und nüchterne und gleichzeitig engagierte Beobachterin der deutsch-polnischen Verhältnisse. Obwohl sie 1945, durch die Flucht aus ihrer Heimat, jeglichen Besitz verlor, hat sie sich stets vehement gegen die Vereinnahmungsversuche durch die Vertriebenenverbände gewehrt. Aufgrund eines Augenleidens kann Leonie Ossowski heute nicht mehr recherchieren, und ohne Recherche schreibe sie kein Buch, sagt sie. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Tony SheridanHintergrund: brachte die Beatles nach Hamburg, Rockmusiker aus EnglandAutor: Ulrich Kothe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Gerhard NoackHintergrund: war Luftbrückenhelfer in Fassberg in der Lüneburger Heide, wo die Maschinen nach Berlin mit Lebensmitteln beladen wurdenAutorin: Silvia Plahl © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Werner KolendaHintergrund: beging Fahnenflucht kurz vor Kriegsende, ist heute Yoga-LehrerAutor: Michael Werhahn © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Brigitta EisenreichHintergrund: erzählt über ihre heimliche Beziehung als junge Frau zu dem Dichter Paul Celan, als sie in einem kleinen Zimmer in Paris lebteAutorin: Monika Buschey © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Klaas Ewert EwerwynHintergrund: Schriftsteller, wurde als Junge zur Wehrmacht einbezogen, musste in den letzten Kriegstagen nach das Land verteidigen, erzählt über seine Erlebnisse im Oberbergischen bei WaldbrölAutorin: Susanne Kabisch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Alfred "Aki" SchmidtHintergrund: Fußballer, stand zweimal in der Dortmunder MeistermannschaftAutor: Thomas Koch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Georgia Peet-TanevaHintergrund: überlebte den Todesmarsch vom KZ Ravensbrück in der Uckermark an die OstseeAutorin: Monika Mengel © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Den Todesmarsch überlebt /Georgia Peet-Taneva, Zeitzeugin im KZ Ravensbrück /Eine Sendung von Monika Mengel /Georgia Taneva, am 1.August 1922 in Südbulgarien geboren, floh mit ihrer Familie nach Warschau, weil sich ihr Vater an der bulgarischen Revolution beteiligt hatte. 1941 wurde sie, die als Nichtjüdin die jüdische Schule besucht hatte, von NS-Trupps auf offener Straße aufgegriffen, nach Deutschland verschleppt zur Arbeit in einem Gummiwerk, geflohen, gefasst, im Frühsommer 1942 - mit 19 Jahren - im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück gelandet. Sie arbeitete im Krankenrevier und in einer Außenstelle der Firma Siemens, erkrankte an Typhus. Im April 1945 wurde sie mit 600 anderen gefangenen Frauen von Ravensbrück auf den Todesmarsch Richtung Ostsee geschickt. Georgia Taneva überlebte, weil die sowjetische Armee in diesen Tagen Mecklenburg einnahm. Nach der Befreiung arbeitet sie als Dolmetscherin, Journalistin, später als Theaterreferentin. Als aktives Mitglied der Lagergemeinschaft Ravensbrück und Zeitzeugin hat Georgia Peet-Taneva Jahrzehnte lang Besucher der Gedenkstätte Ravensbrück geführt. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Ostermarschierer, Unruhestifter, Sozialforscher /Arno Klönne, Soziologe /Eine Sendung von Jürgen Salm /Jugend im Dritten Reich - niemand hat sich damit intensiver und kompetenter beschäftigt als der Paderborner Soziologe und Politikwissenschaftler Arno Klönne. In Bochum 1931 geboren, schrieb Klön-ne 1955 seine Doktorarbeit über die Hitlerjugend. Es war die erste wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema. Schon früh hatte er sich auch mit den Gegenmilieus zur nationalsozialistischen Staatsjugend beschäftigt, mit Widerstandsgruppen wie den Edelweißpiraten, die in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik noch totgeschwiegen wurden. In den 60er Jahren engagierte sich Klönne in der Oster-marschbewegung gegen die atomare Aufrüstung. 1961 gehörte er zu den Mitbegründern des Dortmunder Plattenlabels "pläne", das unter anderem Protestlieder von Mikis Theodorakis veröffentlichte, aber auch linke Kinderlieder wie "Der Baggerführer Willibald" von Dieter Süverkrüp. 1969 gründete Klönne zusammen mit anderen das "Sozia-listische Büro" und die Zeitschrift "links", die zum Sprachrohr der undogmatischen Linken wurde. 1980 schrieb er das Standardwerk "Die deutsche Arbeiterbewegung." Am 4. Mai feiert Arno Klönne sei-nen 80. Geburtstag. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Arnolde FaulhaberHintergrund: Ordensschwester, war 45 Jahre in Papua NeuguineaAutorin: Christiane Raasch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Majella LenzenHintergrund: war Ordensschwester in Afrika, verteilte Kondome wegen Aids, wurde deswegen von der Kirche aus dem Orden entlassenAutor: Ingo Zander © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Er nennt sich selbst ein Genie /Markus Lüpertz, Künstler, wird 70 /Eine Sendung von Joe Schevardo /Markus Lüpertz, einer der renommiertesten und bekanntesten zeitgenössischen deutschen Künstler, macht keinen Hehl aus seiner Überzeugung, dass er nicht nur einfach gut ist, sondern ein Genie. Seine Prämisse ist, immer das Beste, das Größte und das Schönste zu schaffen. Zweifelsohne mit Erfolg: Der 1941 in Reichenberg in Böhmen geborene Maler, Grafiker und Bildhauer hat sich bisher selbst richtig eingeschätzt, denn die Genialität, die er sich zuschreibt und in der sich regelmäßig neu als Künstler erfindet, wird ihm von der Kunstkritik allenthalben attestiert. Neben viel Lob und Ehre für sein Werk, das dem Neoexpressionismus zugeordnet wird, erfährt Lüpertz wegen seiner Eitelkeit und Selbstgewissheit auch immer wieder Kritik - die ihn aber ernsthaft nicht anficht. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Salomea GeninHintergrund: Jüdin, floh mit ihren Eltern nach Australien, kam von dort mit einer kommunistischen Jugendorganisation nach Ost-Berlin, wollte das andere Deutschland mit aufbauen; die SED ließ sie aber erst viel später zu, sie entfernte sich dann wieder von der DDRAutor: Jochanan Shelliem © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Ludwig PoullainHintergrund: 1, Chef der WestLB, beriet Willy Brandt und Karl Schiller, Banker im Ruhestand in Münster mit 91 JahrenAutor: Christian Schweitzer © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marga HenselerHintergrund: auf ihre Initiative hin beauftragte Joschka Fischer eine Historiker-Kommission zur Frage, welche Diplomaten während der NS-Zeit auch nach dem Krieg wieder im Auswärtigen Amt tätig warenAutor: Godehard Weyerer © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Klaus HarpprechtHintergrund: Journalist und Publizist, war einer der ersten deutschen Reporter in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg, bezeichnet Amerika als seine zweite HeimatAutorin: Andrea Kath © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Helmut HüsgenHintergrund: zum Frühlingsanfang Gedanken des 91jährigen Ökopionier, Gärtners und AgrarwissenschaftlersAutorin: Susanne Kabisch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Es gibt sehr unterschiedliche Wege, mit einer Krebserkrankung umzugehen. Wolf Dieter Müller hatte vor knapp zwei Jahren die Diagnose bekommen: Lungenkrebs. Maximal fünf Jahre Chance zu überleben, war die Prognose, die die Ärzte dem heute 67jährigen geben. Kurz vorher war sein Zwillingsbruder plötzlich und unerwartet verstorben. Mit ihm zusammen hatte Wolf Müller viele Jahre in einer Lebensgemeinschaft von über 100 Leuten gewohnt: Im so genannten "Ökodorf Sieben Linden" nahe der alten Hansestadt Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Dort, in einem kleinen Bauwagen, den er bewohnte, bereitete sich Wolf Müller im Kreis seiner Gemeinschaft auf den Moment vor - vor drei Wochen ist Wolf Müller gestorben. © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marie-Luise NikutaHintergrund: Kult-Sängerin des Kölner Karnevals. Die 1938 in Köln-Nippes geborene Sängerin hat über 150 Songs, darunter 31 Mottolieder, komponiert und getextet.Autor: Jürgen Salm © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Tilo PrücknerHintergrund: Schauspieler, im Herbst 2010 70 geworden, bekannter und guter Schauspieler, der aber gern noch einmal Edelrollen wie Richard III spielen möchteAutorin: Christiane Raasch © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marianne RogéeHintergrund: Schauspielerin, mimt die Isolde Pavarotti in der "Lindenstraße", wird 75 Jahre altAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Walter BruneHintergrund: erfolgreicher Architekt und Städteplaner, wird 85 Jahre altAutor: Ingo Zander © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Marie-Agnes SchnittertHintergrund: Jahrgang 1919, erlebte als junge Ärztin das Kriegsende und wurde danach von der Volkspolizei als Mitglied einer Gutsbesitzer-Familie verhaftetAutor: Wolfgang Steil © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Otto RinasHintergrund: kam vor 65 Jahren nach rund achtmonatiger Flucht aus Sibirien wieder in Berlin anAutor: Heiner Wember © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Er begann als Knallfrosch /Jochen Busse, Kabarettist /Eine Sendung von Ursula Deutschendorf /Er spielte im Düsseldorfer Kommödchen, stand in Frankfurt "Schmiere", gehörte zehn Jahre lang dem Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft an, ging mit einem anderen Altmeister des Kaba-retts, Henning Venske, auf "Alte Männer"-Tour und begeisterte die Säle, begann aber als Knallfrosch. So hieß das Studentenkabarett, das der Komponist Friedrich Holländer 1960 aufsuchte und einen der Studenten für eine Kabarett-Revue in Berlin anheuerte. Jochen Busse, der Auserwählte, war damals 19 Jahre alt. Im Januar 2011 wird er, in Iserlohn im Sauerland geboren, 70 Jahre alt. Busse kennt nicht nur die Kabarettbühnen des Landes, er ist als Schauspieler in zig Fernseh- und Spielfilmen aufgetreten, hat selbst Regie auf der Bühne gespielt - ist schlicht vielseitig. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Walter WomackaHintergrund: einer der bedeutendsten deutschen Maler, Vizepräsident des Verbands Bildender Künstler in der DDR, verstarb kurz vor seinem 85. Geburtstag Mitte Dezember 2010Autor: Clemens Hoffmann © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Johannes TempelHintergrund: arbeitete im Postbunker in der Eifel, wird heute im Dorf wegen seiner Hilfsbereitschaft nur "Meister Flick" genanntAutorin: Doris Netenjakob © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Günter RösslerHintergrund: machte die Aktfotografie in der DDR "salonfähig", Modefotograf, wird 85Autorin: Astrid Pietrus © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Barbara BaumHintergrund: bekannte deutsche Kostümbildnerin, tätig für Faßbinder und zuletzt für Breloers "Biddenbrooks"Autorin: Doris Netenjakob © WDR 2011 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Uwe FriedrichsenHintergrund: Schauspieler, spielte im Ohnsorg-Theater, lernte bei Gustav Gründgens, war Zollfahnder Zaluskoswki im FernsehenAutorin: Ursula Deutschendorf © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Sein Sport: Das Füllen von Museen /Giorgio Silzer, vom Konzertmeister zum Sammler /Eine Sendung von Ingrid von Saldern /Sein Vater brachte ihm das Geigespielen bei, wollte aber nicht, dass der Sohn ebenfalls Geiger wurde. Doch so geschah es: Giorgio Silzer, 1920 in Oberschlesien geboren, im Tessin aufgewachsen, spielte die Violine so perfekt, dass er vom Berner Symphonieochester engagiert wurde und ab 1953 als Konzertmeister an der Deutschen Oper in Berlin tätig war und dort mit großen und größten Dirigenten zusammentraf. Mit 60 verließ er die Deutsche Oper, "diese kleine Band von 145 Mann", ging wegen seiner schwach gewordenen Augen vorzeitig in Rente, packte seine Geige in den Koffer - und erfand für sich "einen neuen Sport: das Füllen von Museen". Bereits bei seinen zahlreichen Konzertreisen hatte er begonnen, Kunst zu sammeln - und zwar sehr ausgiebig. Allein im Grassi-Museum in Leipzig befinden sich 12 seiner Sammlungen. Wenn er über die Objekte redet, die "ihn gefunden haben", geht es immer auch um den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem sie entstehen konnten, um die Einheit von Kunst und Alltags-Leben. Heute lebt Giorgio Silzer 90jährig in Ostfriesland. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zum Fest: Hummer und Leberpastete /Margret Diefenbach, Feinkosthändlerin /Eine Sendung von Maren Gottschalk /Die Älteren unter den Bonnern werden das Spezialfischgeschäft Becker in der Bonngasse noch kennen: Hier haben die Eltern von Margret Diefenbach vor dem Zweiten Weltkrieg die Betuchten und die weniger Betuchten mit Fisch, Gemüse und Obst versorgt. Aber als die Tochter von Fisch Becker, geboren 1922, dann ausgerechnet den Ge-schäftsführer einer Fischbratkette heiratete, machte das junge Paar ein neues Spezialitätengeschäft auf, Feinkost Diefenbach. Bonn war inzwischen Bundeshauptstadt geworden, und im Wirtschaftswunderland herrschte große Sehnsucht nach Hummer, Wild und Leberpastete. Ob Botschaftsempfang, Tennisturnier oder Gartenfest in Godesberg: Die feinsten kalten Platten kamen von Feinkost Diefenbach. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans W. GeißendörferHintergrund: Produzent und Vater der ARD-Fernsehsendung "Lindenstraße", die in diesen Tagen 25 Jahre alt wirdAutorin: Sylke Blume © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Heide ThomasHintergrund: 68 Jahre alt, HIV-positiv, steckte sich bei ihrem 20 Jahre jüngeren Ehemann an, der davon aber nichts wussteAutorin: Uschi Müller © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Hans Christian StröbeleHintergrund: Bundestagsabgeordneter der Grünen, errang dreimal für seine Partei ein Direktmandat in Berlin; wurde vor 30 Jahren wegen Kontakten zur RAF zu einer Freiheitsstrafe verurteilt; Rechtsanwalt von BerufAutorin: Marianne Bäumler © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeugin: Anna BoomHintergrund: 90jährige Niederländerin, half als junge Frau in Ungarn Raoul Wallenstein, vom NS-Regime Verfolgte zu rettenAutorin: Uschi Müller © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Walter KaufmannHintergrund: Schriftsteller, in der DDR viel gelesen, wuchs in Duisburg auf, kam mit Kindertransporten nach England, von dort nach Australien, fuhr zur See, um 1957 in die DDR überzusiedelnAutor: Albert Wiedenhöfer © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Der deutsche Realist /Dieter Wellershoff, Schriftsteller /Eine Sendung von Ursula Deutschendorf /Dieter Wellershoff, 1925 in Neuss geboren, hatte es nach dem Krieg, in dem er verwundet wurde, nicht leicht, Fuß zu fassen mit seinem Wunsch zu schreiben. Ohne eine finanzielle Absicherung war es für ihn schwierig, künstlerische Arbeiten, wie er sie vermitteln wollte und will, weiter zu geben. Doch Wellershoff hatte Glück: Er begegnete dem Kölner Verleger Witsch, der ihn unter seine Fittiche nahm. Die Stellung als Lektor ließ ihm die nötige Freiheit zu schreiben. Wellers-hoff baute die Kölner Schule des neuen Realismus auf, förderte den Zeitroman und machte französische Literatur populärer - und wurde zum perfekten Heinrich-Böll-Betreuer. Alle neuen Böll-Bücher gingen durch Wellershoffs Hände, wurden von ihm lektoriert. Bis 1981 - dann machte sich Wellershoff frei, entschied sich als freier Schriftsteller zu arbeiten. Bis heute - in zwei Tagen wird er 85 Jahre alt. / Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Elternschreck /Uschi Nerke und der "Beat-Club" /Eine Sendung von Ingo Zander /Sie trug die knappsten Miniröcke, schneiderte sich ihre Kleider selbst und hatte zwei kleine Zöpfchen - Uschi Nerke, die in den 60er Jahren bei ihren Auftritten im "Beat-Club", der ersten Sendung im deutschen Fernsehen für die Jugend, am Samstag Nachmittag Eltern in Panik und Schrecken versetzten, weil zur ungewohnten Beat-Musik auch noch die angesagte Mode gezeigt wurde. Uschi Nerke gehörte zum Team um Regisseur Mike Leckebusch, der mit dem "Beat-Club" deutsche Fernsehgeschichte schrieb. Die Stars am Beat- und Pop-Himmel kamen wie selbstverständlich nach Bremen, um aufzutreten, zum Beispiel Jimi Hendrix, The Who, Chicago - und Uschi Nerke sagte sie mit Begeisterung und Emphase an. 1944 geboren, war sie 21, als der "Beat-Club" startete, studierte neben dem "Ansagen" Architektur und anschließend Hochbauingenieur. Heute moderiert Uschi Nerke bei Radio Bremen eine eigene Radiosendung. /Redaktion Mark vom Hofe © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
68 Jahre lang waren Helmut Schmidt und seine Frau Loki miteinander verheiratet. In dieser Woche trennte sie der Tod. Loki Schmidt starb im gesegneten Alter von 91 Jahren. Loki Schmidt war nicht die typische Kanzlergattin. Zwar nahm sie die Aufgabe an seiner Seite mit großer Herzlichkeit und Natürlichkeit wahr, wie alle sagen, die sie miterlebt haben. Und bezeichnete die Kanzlerschaft ihres Mannes als eine harte Zeit für ihre Beziehung und sich selbst als Angeheiratete der Politik.Die gelernte Lehrerin führte aber auch ein eigenständiges Leben. Ihr Engagement für den Artenschutz fand weltweit Anerkennung. Die Loki-Schmidt-Stiftung zum Schutz bedrohter Pflanzen verkündet jährlich die Blume des Jahres. Kurz nachdem am Donnerstag (21.10.2010) der Moorlilie dieser Titel zuerkannt worden war, wurde die Nachricht vom Tode Loki Schmidts bekannt. Über bewegende Momente ihres Lebens hat sie in den Erlebten Geschichten erzählt, die ursprünglich am 21.12.2008 gesendet wurden. WDR 5 wiederholt die Sendung nun. /Redaktion: Mark vom Hofe © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Zeitzeuge: Bert GerresheimHintergrund: Düsseldorfer Bildhauer, letzter Schüler Otto Pankoks, ist gerade 75 Jahre alt gewordenAutorin: Sabine Jäger © WDR 2010 [Zur Audiodatei]
Helga Weyhe führt ihre Buchhandlung in Salzwedel in Sachsen-Anhalt seit 1945 - sie ist im Geschäft, das ihr Großvater 1871 gründete, aufgewachsen, hat erlebt, wie unter den Nazis Bücher verboten wurden, wie später in der DDR nicht alles gelesen werden durfte. Noch heute besitzt sie die amtlichen Listen der verbotenen Bücher. Während 40 Jahren DDR gelang es ihr, das Geschäft in Privathand weiterzuführen - und als im Zuge der neuen deutschen Ostpolitik der kleine Grenzverkehr eröffnet wurde, war die Weyhesche Buchhandlung kurz hinter der deutsch-deutschen Grenze ein Begegnungspunkt zwischen Ost und West. Als sie das Rentenalter erreichte, durfte sie reisen - nach New York, in die dortige Buchhandlung Weyhe, die ihr Onkel nach dem 1. Weltkrieg in der Lexington Avenue gegründet hatte. Helga Weyhe ist jetzt immer noch dabei, 40 Jahre Literaturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland nachzuholen - die mit heute 87 Jahren wohl älteste Buchhändlerin der Republik. © WDR 2010 [Zur Audiodatei]





